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Ein Buch über ein neues Leben : Jungautor Fabian Asmussen schreibt über seine Zeit als Statist und Metal-Musiker

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fabian Asmussen hat mit 18 sein Leben auf den Kopf gestellt – was er als Statist und Metal-Musiker erlebt, beschreibt er im Buch.

shz.de von
erstellt am 21.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Fabian Asmussen sieht sich weder als Schriftsteller noch als Künstler. Trotzdem hat er gerade sein erstes Buch veröffentlicht – einfach, weil es gerade zu seinem Leben passt, etwas Außergewöhnliches zu tun. Fabian Asmussen ist 19 Jahre alt. An seinem 18. Geburtstag fiel ihm plötzlich auf, wie unzufrieden er mit seinem Leben ist, mit seiner Opferrolle und den gerade einmal drei echten Freunden. „Ich war erwachsen geworden – und total unglücklich“, sagt Asmussen. „Dieser Geburtstag war wie ein Glockenschlag.“

Der autobiographische Roman, den Asmussen über das Internetportal Amazon als sogenanntes Book on demand vertreibt, trägt den Titel „18: Aufstieg eines Maulwurfs“. „Der Titel sagt eigentlich schon alles“, erklärt Fabian Asmussen. „Ein Maulwurf lebt lange unter der Erde, wo es ungemütlich, kalt und nass ist. Irgendwann klettert er dann vielleicht ans Tageslicht – und erkennt, wie schön die Welt oben ist. Genauso ist es mir gegangen.“ Nach jenem 18. Geburtstag begann Asmussen, sein Leben komplett umzukrempeln. „Immer wenn mich jemand eingeladen hat, habe ich mitgemacht, ich habe alles mögliche ausprobiert, Leute einfach auf der Straße angesprochen und unglaublich viele neue Freunde gefunden“, erzählt der junge Mann. „Die meisten sind so wie ich – irgendwie anders und ein bisschen verrückt.“

Asmussen erzählt in seinem Buch, wie er im Laufe des Jahres einer Death-Metal-Band als Bassist beitritt, als Statist bei der RTL-Sendung „Blaulichtreport“ einen Straßenjungen spielt und auf der Elmshorner Weihnachts-CD mitwirkt. „Das war ziemlich cool“, erzählt er. „Wir waren mitten im Sommer für das Casting in dieser Kirche –und das Lied, das ich geschrieben habe, ist ziemlich laut, es wird viel geschrien. Ich glaube, damit habe ich die Leute ziemlich geschockt.“

Es gefällt Asmussen, die Leute zu überraschen, anders zu sein als alle anderen. „Ich will Sachen machen, von denen ich meinen Enkeln erzählen kann“, sagt er. Beruflich macht er gerade eine Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten. Parallel dazu besucht er Festivals, organisiert jeden Mittwochabend mit rund 30 jungen Leuten im Krückaupark und hält Lesungen. „Meine zweite Lesung war in Glückstadt“, erzählt Asmsussen. „Da wurde ich als junger aufstrebender Autor angekündigt – dabei sehe ich mich selbst überhaupt nicht so. Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ich es cool fand, ein Buch zu schreiben. Es kamen lauter Literaturklassen und Buchhändler, die über mein Buch gesprochen haben. Am Ende sagten sie mir, es gäbe gute Ansätze, aber ich müsse noch an meinem Stil arbeiten.“

Am seltsamsten sei es , wenn entfernte Bekannte sein Buch lesen würden. „Am Ende hoffe ich, vielleicht anderen jungen Leuten helfen zu können, denen es ähnlich geht wie mir. Es gibt viele Außenseiter, die keinen Ausweg sehen – oder, noch schlimmer – noch nicht einmal merken, dass sie ein Problem haben.“

Fabian Asmussen plant noch einen zweiten und dritten Band seines Buches. Diese werden dann, wie auch schon das Erstlingswerk, unter dem Buchtitel bei Amazon zu bestellen sein. „18: Aufstieg eines Maulwurfs“ kostet 3,74 Euro und wird auf Bestellung gedruckt und versandt.
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