Jugendliche üben Kommunalpolitik

Im Kollegiensaal gings im vergangenen Jahr rund, denn auch die Jugend war  sich wie auch die realen politischen Akteure nicht immer einig. joa
Im Kollegiensaal gings im vergangenen Jahr rund, denn auch die Jugend war sich wie auch die realen politischen Akteure nicht immer einig. joa

Avatar_shz von
18. Januar 2013, 01:14 Uhr

Elmshorn | Anpacken statt abfeiern; sich mit und vor anderen Leuten den Mund fusselig reden statt in der Disco lauthals grölen; selbst das Ruder in die Hand nehmen und die Geschicke der kommunalen Politik lenken: Das können Jugendliche aus Elmshorn beim Planspiel "Mitreden, Mitmischen, Mitentscheiden". Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt Jugendliche aus Elmshorn ein, vom 27. Februar bis 2. März das Einmaleins der Kommunalpolitik zu erfahren. Wer mitmachen will, kann sich ab sofort bewerben.

Beteiligung macht Demokratie lebendig und stark, ist der Ansatz der Veranstaltung. Wie setzt man Kulturangebote, neue Radwege, eine Verbesserung der Bus- und Bahnzeiten oder bessere Angebote im Bereich der Freizeitgestaltung oder mehr kostenfreie Parkplätze durch? Bei welchen Themen können Jugendliche mitreden, mitmischen, mitentscheiden? Welche Rolle spielen dabei andere kommunalpolitische Akteure wie Bürgermeister oder Kollegium? Das kommunalpolitische Coaching und das Planspiel richten sich an interessierte junge Menschen die sich fragen: "Wie werden in der Politik eigentlich Entscheidungen getroffen? Und warum sollte ich wählen gehen?"

Das kommunalpolitische Coaching und Planspiel richtet sich an alle Elmshorner Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren. Gemeinsam mit Vertretern aus Verwaltung und Politik erarbeiten die Teilnehmer die einzelnen Prozesse der Kommunalpolitik, planen, entwerfen und entwickeln Projektideen. Anhand dieser Ideen und aktueller Themen in der Stadt, wie beispielsweise die Schließung des "Apollo", werden die Akteure die Arbeit des Ausschusses für Kinder, Jugend, Schule und Sport (AKJS) nachspielen.

Das Mitmachevent ist in zwei Teile untergliedert. Die erste Aktion ist der Besuch einer regulären Sitzung des Ausschusses AKJS am 27. Februar. Dort können sich die Teilnehmer einen ersten Eindruck über die Arbeit der Ausschussmitglieder und dem Ablauf einer Sitzung machen.

Weiter geht es im Zweiten Teil des Planspiels mit dem eigentlichen Workshop. Dieser Prozess dauert zwei Tage. Am Freitag, 1. März, findet in der Zeit von 9.30 bis 15 Uhr eine abwechslungsreiche Einweisung in strukturiertes Arbeiten statt. Am Sonnabend, 2. März, wird von 10 bis 15.30 Uhr in die Arbeitsp hase des politischen Planspiels eingetaucht. Dann sind auch Kollegiumsmitglieder aller Fraktionen im Rathaus anwesend, die gemeinsam mit den Teilnehmern Fraktionsbeschlüsse fassen und im gespielten Ausschuss diskutieren.

"Es wird also viel Aktion, einigen Erkenntnisgewinn und natürlich auch viel Spaß geben. Und hinterher wissen hoffentlich alle Beteiligten, warum es sich lohnt, sich im Jugendbeirat oder in anderen kommunalpolitischen Gremien für deine Stadt zu engagieren und warum die Kommunalwahl am 26. Mai nicht ohne dich stattfinden sollte", steht dazu in der Einladung der Stadt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen