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Babysimulator : Jugendhilfe braucht Unterstützung

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Projekt "Elternschaft auf Probe" soll trotz fehlender Zuschüsse weiter angeboten werden. Schulen suchen Sponsoren.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 08:38 Uhr

Elmshorn | Die Idee ist einfach und durch moderne Technik umsetzbar: Junge Leute können mit einem computergesteuerten Babysimulator Elternschaft auf Probe erleben und so einen Blick "ins wahre Leben" werfen: Fünf Tage und drei Nächte können sie erfahren, was es heißt, sich um einen Säugling kümmern zu müssen. Die Jugendlichen lernen so die enorme Verantwortung und die Anstrengungen von Müttern und Vätern hautnah kennen.

Die Folgen des Projekts beschränken sich nicht nur darauf, die psychischen und körperlichen Anforderung kennenzulernen, die ein möglicher Nachwuchs mit sich bringt. Die jungen Leute gehen danach auch verantwortungsvoller mit Fragen der Schwangerschaftsverhütung um und zeigen nicht selten sogar mehr Verständnis für die Lage ihrer Eltern.

Entsprechend gut kommt das Projekt "Elternschaft auf Probe" in den Schulen des Kreises Pinneberg an. Der Frauentreff Elmshorn und der Sozialdienst katholischer Frauen in Elmshorn konnten bislang acht bis zehn Projekte pro Jahr organisieren, doch der Kreis Pinneberg hat dafür die Fördergelder gestrichen. Damit steht den Schulen das Angebot nicht mehr zur Verfügung.

An der Erich Kästner Gemeinschaftsschule (KGSE), an der das Projekt fast jährlich angeboten worden ist, hat Lehrerin Gitta Deskau-Thiele deshalb die Initiative ergriffen und Sponsoren für das Projekt gesucht. Mit Erfolg: Einen Teil der Kosten übernimmt jetzt der Schulverein, weitere 500 Euro zahlt die Volksbank Elmshorn. Die einwöchigen Projekte für 14 Schülerinnen und Schüler kosten 950 Euro. Der Löwenanteil ist für die zwei Honorarkräfte notwendig: Erzieherin Angelika Jasmer sowie Geburtsvorbereiterin und Stillberaterin Saskia Ehlert-Sartorti begleiten die jungen Leute bei dem Projekt.

"Es ist viel Engagement der Schulen und der Lehrer gefordert", sagt Projektleiterin Lisa Schnelten vom Frauentreff Elmshorn, doch in Barmstedt sei auch schon mit Hilfe von Sponsoren erneut ein Projekt ermöglicht worden, in anderen Orten seien Benefizkonzerte für die Projekte geplant oder würden Vertreter in der Medizin als Sponsoren umworben. "Wir versuchen, was geht", sagt Schnelten und fügt hinzu: "Alle die Geld sinnvoll in die Zukunft investieren wollen, können sich bei uns melden.

Neben Lisa Schnelten vom Verein Frauen helfen Frauen in Not (Telefon 04121-6628, E-Mail: info@freuentreff-elmshorn.de) steht auch die zweite Projektleiterin Erdmute Eckhard-Roos vom Sozialdienst katholischer Frauen (Telefon 04121-24881, E-Mail: info@skf-elmshorn.de) für weitere Informationen zur Verfügung.

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