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Sie erwecken Besen zum Leben : Jubiläumskonzert an der Elsa-Brändström-Schule

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Stomp-AG der Elsa-Brändström-Schule überzeugt mit ungewöhnlichen Klängen. Heute zweite Aufführung.

Elmshorn | Musik besteht, naturwissenschaftlich gesehen, aus Schwingungen. Und durch diese Schwingungen können selbst simple Alltagsgegenstände zum Klingen gebracht werden. Wie das funktioniert hat die Stomp-AG der Elsa-Brändström-Schule unter Leitung von Julianna Heller am Dienstagabend anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens in der Aula unter Beweis gestellt.

Man nehme ein paar Ölfässer aus dem Hamburger Hafen, alte Spülbecken vom Schrottplatz, Saugglocken, Leitern, Besen, Schultische und zu guter Letzt auch ein paar herkömmliche Instrumente: Aus diesem Sammelsurium unterschiedlichster Klangkörper kann tatsächlich Musik entstehen.

Dabei reichen diese Klangkörper alleine aber nicht aus. Es bedarf dazu ein paar begabter Musiker, die ebendiese Alltagsgegenstände zum Leben erwecken und zum Klingen bringen. Diese begabten Musiker sind die Schüler der Stomp-AG allemal. Sie bringen nicht nur Spülbecken zum Klingen, sondern begeistern mit einer Leidenschaft und einer Energie, die selbst auf den großen Konzertbühnen dieser Welt manchmal zu fehlen scheint.

Genau diese musikalische Energie scheint den ganzen Abend über in der Aula der EBS präsent zu sein. Die große Leidenschaft für Musik, die Begeisterung, die unerlässliche Aufopferung, die Musik auch immer wieder bedeuten kann. Und dabei zeigen die Schüler nicht nur, wie man Besen und Leitern zu Instrumenten umfunktioniert, sondern auch, wie unterschiedlich Musik sein kann und wie bedeutend Percussioninstrumente sind.

Musik kann man sogar mit Spülbecken machen.
Musik kann man sogar mit Spülbecken machen. Foto: Kalbow
 

So geht die Stomp-AG auf eine Reise zwischen Urknall und Barock, Samba und Heavy Metal und zeigt, wie selbst das c-Moll-Präludium von Johann Sebastian Bach mit den passenden Beats richtig rocken kann. Neben all den lautstarken Klängen, Schlagzeug-Battles und Luftküssen mit dem Publikum beweist die Stomp-AG aber auch, wie wichtig Stille im Klang ist. Das Stück „Paradies“ ist ein musikalischer Erinnerungsort für alle Verstorbenen. Diese andächtige Stille, kombiniert mit ganz einfachen Rhythmuselementen, lässt einen Gänsehaut über den Körper fahren und erinnern. Erinnern an Verstorbene, an schöne Momente, an Abschiede, aber sie lässt einen auch erfahren, dass Musik mitten in uns erklingt.

Erstaunlich eigentlich, dass ein naturwissenschaftliches Phänomen wie die Schwingung, kombiniert mit den richtigen Klangkörpern und begabten Musikern, etwas so absolut Unerklärliches wie Gefühle und Gänsehaut erzeugen kann. Die Stomp-AG ist noch einmal heute Abend in der Aula zu sehen. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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erstellt am 02.Jun.2016 | 10:00 Uhr

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