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Kommunalwahl : Jubel bei den Genossen, bedrückte Stimmung bei der CDU

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SPD wieder stärkste Fraktion. CDU verfehlt Wahlziel.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 09:09 Uhr

Elmshorn | "Wir sind wieder die stärkste Fraktion, das war eine fantastische Teamleistung", freute sich der Elmshorner SPD-Spitzenkandidat Ulrich Lenk bei der Wahlparty der Genossen im Winkel. Elmshorn bleibe eine rote Hochburg, man habe die Wähler mit einem aussagekräftigen Programm überzeugt.

Die Elmshorner SPDler verfolgten den Abend mit Spannung - jeder gewonnene Wahlbezirk wurde von den Anwesenden mit Beifall und Jubelschreiben begleitet. "Ich habe schon erwartet, dass wir die stärkste Fraktion werden, schließlich haben wir ja gute Arbeit geleistet", betonte Lenk. Trotz des positiven Ergebnisses für die Elmshorner SPD sorgte die niedrige Wahlbeteiligung für betretene Gesichter. "Es tut einfach weh, dass wir nicht vermitteln konnten, wie wichtig Kommunalwahlen sind", so Lenk.

Trotz der Ausgelassenheit wurde von den Anwesenden auch an den Genossen Jürgen Wallbaum erinnert. Der 73-jährige Wallbaum war Pfingsten nach schwerer Krankheit verstorben, er war für den Bezirk "Bismarckschule I" aufgestellt.. "Ich glaube, Jürgen wäre stolz auf uns und es wäre in seinem Sinne, dass wir uns heute freuen", sagte Lenk. Auch Orts-Chef und Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann würdigte den langjährigen Elmshorner Politiker: "Wenn der Jürgen das heute erleben würde, er hätte seinen Wahlbezirk gewonnen." - Beifall der anwesenden Genossen im Winkel.

Für die Elmshorner CDU war das Wahlergebnis wenig zufriedenstellend. "Wir haben unser Wahlziel, die stärkste Fraktion zu werden, verfehlt - das bedauern wir", sagte der Ortsvorsitzende Christian Saborowski bei der Wahl-Fete in der Margarethen-Klause. Man habe die eigenen Themen einfach nicht deutlich genug gemacht. Andreas Hahn, Fraktionsvorsitzender, betonte: "Wir freuen uns aber, dass keine Partei die absolute Mehrheit bekommen hat."

Wo die Gründe für das Ergebnis liegen, vermochte Saborowski nur zu mutmaßen: "Es ist wohl insgesamt der Eindruck entstanden, dass alle Parteien dasselbe machen", sagte er. Ähnlich wie die Politiker der SPD sehen auch die CDUler ein großes Problem in der niedrigen Wahlbeteiligung. "Wir müssen uns ernsthaft überlegen, wie wir die Menschen wieder überzeugen können", so Saborowski.

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