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Elmshorn : Jetzt wird die „Klostersande“ aufgerüstet

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Neuer Zugang in das Innere des Schiffs. Erster Schritt auf dem Weg zum Veranstaltungsort.

shz.de von
erstellt am 11.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Seit dem Mai 2013 liegt sie wieder im Hafen, seit Dezember 2014 gehört sie dem Elmshorner Förderverein, jetzt wird das Frachtschiff „Klostersande“ aufgerüstet: Am Wochenende sollen ein Zwischendeck und Treppen eingebaut werden. Dann ist für Besucher der Weg in den vorderen Frachtraum frei. In den hinteren Teil soll  eine Stahltür führen – doch dafür fehlt noch das Geld.

Die Mitglieder des Fördervereins zum Erhalt des letzten Elmshorner Frachtschiffes „Klostersande“ werden den ehemaligen Getreidetransporter der Köllnflockenwerke am Wochenende putzen und aufrüsten. Geplant ist, den Zugang zu den beiden Frachträumen so herzurichten, dass er von Besuchern des Schiffes gut erreicht werden kann.

Im Detail ist vorgesehen, ein 5,6 Meter langes und 1,5 Meter breites Zwischendeck im vorderen Frachtraum einzuziehen, dort eine etwa zehnstufige Stahltreppe zu installieren und Übergänge vom Lauf- zum Zwischendeck zu schaffen. Die Stahlkonstruktionen sind bereits gefertigt und werden am Wochenende am Hafen angeliefert und in das seit dem Mai 2013 wieder am Nordufer liegendem Motorschiff unter Leitung von Christian Bumann aus Altenmoor von Fachleuten eingebaut.

Damit die Arbeiten reibungslos vonstatten gehen können, wird das Nordufer des Hafens von Freitag, 13. März, 16 Uhr an bis Sonnabend, 14. März, um 18 Uhr im Bereich vor der 55 Meter langen „Klostersande“ gesperrt. Außerdem wollen die Vereinsmitglieder damit beginnen, die „Klostersande“ fit für den Frühling zu machen. Es sollen Deck und Aufbau gereinigt werden.

Ein klares Nutzungskonzept für die „Klostersande“ liegt noch nicht vor, aber mit dem Umbau am Wochenende wird eine Nutzung schon einmal konkret möglich. „Jetzt schaffen wir die Grundvoraussetzungen für alles weitere“, so Hans Barzel, zweiter Vorsitzender des Fördervereins, auf Anfrage dieser Zeitung.

Ein Modell im Maßstab 1:20 der Zwischendeck- und Treppenanlage (l.) und des Veranstaltungsfrachtraums (r.) hat der zweite Vorsitzende des Fördervereins, Hans Barzel, gefertigt.  (Foto: pm)
Ein Modell im Maßstab 1:20 der Zwischendeck- und Treppenanlage (l.) und des Veranstaltungsfrachtraums (r.) hat der zweite Vorsitzende des Fördervereins, Hans Barzel, gefertigt. (Foto: pm)
 

Nach dem Einbau der Treppe soll als nächster Schritt eine Stahltür mit zwei Flügeln zwischen den beiden 18 Meter langen Frachträumen des 6,60 Meter breiten Schiffes eingebaut werden. Dann sind der vordere Frachtraum mit der Treppe und der hintere als eigentlicher Veranstaltungsraum miteinander verbunden. „Dafür müssen wir aber erst noch das Geld aufbringen“, sagt Barzel. Etwa 800 Euro wird die Tür kosten.

Viel Eigenarbeit ist von den Vereinsmitgliedern gefordert. „Wir versuchen, die Aufwendungen so gering wie möglich zu halten“, erklärt Barzel, der sich über weitere Mitstreiter und Spender für den Erhalt des Schiffes freuen würde. So kann der Verein zum Beispiel bald mit Unterstützung der Stadtwerke Elmshorn und der Firma Holz-Junge einen Ponton des Versorgungsunternehmens aufflitzen und von dem Gerät im Krückauwasser aus die Außenhaut der „Klostersande“ reinigen, konservieren und anmalen.

Aber jetzt fehlen dem Verein noch eine Bühne, Stühle und Tische und weitere Einbauten. Und es sind noch viele Aufgaben zu erledigen. Die Fluchtpläne werden bereits erstellt, aber es müssen noch weitere Auflagen erfüllt werden.

Der neue Weg ins Innere führt über ein neues Zwischendeck und eine Treppe hinunter in den vorderen Laderaum der „Klostersande“. (Foto: pm)
Der neue Weg ins Innere führt über ein neues Zwischendeck und eine Treppe hinunter in den vorderen Laderaum der „Klostersande“. (Foto: pm)
 

Erste Termine mit der „Klostersande“ gibt es bereits. So wird der ehemalige „Haferdampfer“ wieder ein Anziehungspunkt beim dritten Schippertreffen in Elmshorn sein. Die Zusammenkunft mit historischen Segelschiffen ist vom 5. bis 7. Juni geplant.

Und in Zusammenarbeit mit dem Industriemuseum will sich die Mannschaft der 1968 gebauten „Klostersande“ in diesem Jahr erstmals an den „Tagen der Industriekultur am Wasser“ in der Metropolregion Hamburg beteiligen. Sie finden in ihrer dritten Auflage am 3. und 4. Oktober statt.

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