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Fahrbahn wird aufgerissen : Jetzt wird auch noch auf der A23 gebuddelt

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Während der Sommerferien wird asphaltiert. Richtung Heide sind zwei, in Richtung Hamburg nur ein Fahrstreifen befahrbar.

shz.de von
erstellt am 21.Jun.2017 | 10:48 Uhr

Kreis Pinneberg | Immer wieder ist es in den Verkehrsnachrichten zu hören: Stau auf der A23. Auf der A7 sowieso. Schlimm genug für Pendler. Doch es kommt noch dicker. OpA wird für weiteres Stauchaos sorgen. OpA steht für „Offenporiger Asphalt“. Und der wird in den Sommerferien auf die A23 aufgebracht.

Christian Merl, Verkehrskoordinator für die A7 und den Großraum Hamburg, überbrachte im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Kreistags die schlechte Nachricht: Von Freitag, 21. Juli, bis zum 26. August wird auf der A23 gebuddelt. „Wir haben die Arbeiten bewusst in den Sommer verlegt, weil die Autobahn dann weniger befahren wird“, sagte Merl. Allerdings fällt der Start der Bauarbeiten mit dem Beginn der Sommerferien zusammen.

Der Grund für die Baumaßnahme ist Lärmschutz. Der Offenporige Asphalt schluckt einen Großteil der Fahrgeräusche. Im Sommer 2016 war die Trasse Richtung Süden dran. Nun ist die Gegenfahrbahn an der Reihe. Von der Landesgrenze Hamburg bis Rellingen wird asphaltiert. Auf etwas mehr als vier Kilometern muss die A23 dafür aufgerissen werden. Während der Arbeiten sind Richtung Heide zwei, in Richtung Hamburg ein Fahrstreifen befahrbar. 2,45 Millionen Euro sind für die Bauarbeiten veranschlagt.

Unabhängig von diesem Vorhaben wird auf der A7 noch jahrelang gebaut werden, erläuterte Merl. So gebe es entlang der Trasse 72 Brückenbauwerke, die meisten unter der Autobahn, was die oftmals nötige Verbreiterung nicht einfacher mache. Dennoch werde alles versucht, um den Autofahrern das Leben, soweit es die Großbaustellen zulassen, zu erleichtern. Positiv bewertet Merl die an drei Anschlussstellen im Kreis Pinneberg geplanten Ampeln. „Das Projekt ist sehr spannend und eine gute Chance, den Verkehrsfluss besser zu machen.“

Lob vom Koordinator gab es auch für die drei Autobahndeckel auf der A7. Sogar in Holland, Belgien, Dänemark und Südeuropa interessierten sich Planer für das Projekt. Zum einen werde die von der A7 geteilte Stadt quasi wiedervereint. Zum anderen sorge das Projekt für Lärmschutz. Kehrseite der Medaille: Jahrelange Bauarbeiten und Staus. Der 560 Meter lange Tunnel bei Schnelsen soll Ende 2018 fertig sein, der Stellinger Deckel, 890 Meter lang, Ende 2020.

Zum Schluss ist der mit 2,2 Kilometern längste Tunnel in Altona an der Reihe. Mit dem wird 2020 begonnen. Fertig soll er 2025 sein. Und zwischendurch, von Sommer 2017 bis Sommer 2018, wird die A7 jenseits des Elbtunnels verbreitert. Immerhin: Der Offenporige Asphalt auf der A23 muss voraussichtlich erst um 2027 erneuert werden.

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