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Elmshorner Nachrichten

24. August 2017 | 03:44 Uhr

Elmshorn : Jetzt grünt die City richtig durch

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Neu: 33 Pflanzkübel sind entlang der Königstraße aufgestellt.

Elmshorn | Viele Elmshorner wollten es ganz genau wissen. Ausgiebig prüften sie die Zweige der Nadelbäumchen in den neuen Pflanzkübeln entlang der Königstraße. Sind die Gewächse auch echt? Sind sie! – Insgesamt 33 Pflanzkübel zieren jetzt die Elmshorner Fußgängerzone zwischen Holstenstraße und Altem Markt. In den Behältern wächst jeweils eine kleinwüchsige Bergkiefer – und das für mindestens fünf Jahre.

So lange läuft der sogenannte PACT. Insgesamt 38 Immobilien-Eigentümer der Königstraße haben sich zusammengeschlossen, um für mehr Grün in der City zu sorgen. Die Initiative ist nach zwei PACT-Projekten für die Weihnachtsbeleuchtung bereits der dritte PACT der Eigentümer in der Innenstadt. Für die Durchführung ist das Stadtmarketing zuständig.

„Mit der neuen Bepflanzung hat sich die Königstraße extrem verändert“ sagte Manuela Kase, Geschäftsführerin des Stadtmarketings, gestern bei der Präsentation der Begrünung. Gärtner haben die Kübel am vergangenen Wochenende vor den Geschäften platziert. Sie wurden so aufgestellt, dass Rettungswege für Krankenwagen oder Feuerwehr immer frei sind.

Form und Farbe der Kübel sind mit Bedacht ausgewählt worden. „Gradlinig und schlicht sollten sie sein und so zur Pflasterung der Fußgängerzone passen. Die dunkle Farbe nimmt die Farbe der Fugensteine im Pflaster auf“, sagte Stadtentwicklerin Silke Faber von der Stadtverwaltung.

Jeder Kunststoff-Kübel samt Pflanze wiegt rund 400 Kilogramm. Wichtig war den PACT-Mitgliedern, dass die Pflanzen pflegeleicht anpassungsfähig und witterungsunempfindlich sind. Deshalb fiel die Wahl auf die kleinwüchsige Bergkiefer (Pinus mugo columnaris). Die Gewächse werden 180 bis 200 Zentimeter groß. Silke Faber: „Als „Küstenpflanze ist die Kiefer überall im Norden zu finden, sie passt hierher.“ In anderen Städten, zum Beispiel in der Metropole Hamburg, sind die Kiefern als Begrünung bereits etabliert.

Doch auch die genügsamsten Pflanzen gedeihen nicht ohne Pflege. Dafür ist in den kommenden fünf Jahre das Gartencenter Bellandris Rostock (Hamburger Straße) zuständig. Einmal die Woche kümmern sich Mitarbeiter des Bellandris-Teams um die Pflanzkübel in der Innenstadt. Für Anschaffung und Unterhaltung der neuen Begrünung bezahlen die 38 am PACT beteiligten Eigentümer für fünf Jahre 170.000 Euro.

Eigentlich sollte die Elmshorner Königstraße bereits im Sommer mit neuen Pflanzkübeln versehen werden. Im Vorfeld hatte es aber viel Ärger um die Art der Bepflanzung gegeben. Vorgesehen war der leicht giftige Kirschlorbeer. Nach Kritik von Experten und Vorbehalten seitens der Stadtverwaltung mussten sich PACT und Stadtmarketing auf die Suche nach einer neuen und unbedenklichen Pflanze begeben.

Die ist mit der Kiefer jetzt gefunden worden. Die Elmshorner dürfen sich also mindestens die nächsten fünf Jahre über das immergrüne Gewächs in der Fußgängerzone freuen, danach wird Bilanz gezogen. Vielleicht gibt es bald sogar mehr Pflanzkübel in der City. Möglicherweise ziehen die Betreiber des „Neuen Marktes“ nach.

Die Abkürzung PACT bedeutet „Partnerschaften zur Attraktivierung von City-, Dienstleistungs- und Tourismusbereichen“.In Schleswig-Holstein gibt es die gesetzliche Grundlage seit 2006. So funktioniert PACT: Alle, zumindest aber eine große Mehrheit der Immobilieneigentümer in einem Gebiet, verpflichten sich, eine Maßnahme über mindestens fünf Jahre zu finanzieren. Ausnahmslos alle Grundeigentümer in dem Bereich müssen dann anteilig das Projekt mitbezahlen, da sie unmittelbar profitieren. Bereits 2007 wurde in Elmshorn der erste PACT geschlossen. Für die Umsetzung ist eine achtköpfige Lenkungsgruppe verantwortlich, in der Grundeigentümer, Stadt Elmshorn und Stadtmarketing vertreten sind.
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erstellt am 14.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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