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Red Car Elmshorn : Investoren steigen ein: Bus-Firma gerettet

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Insolvenzanwalt bestätigt Verkauf von Red Car. Jobs in Elmshorn gesichert.

Es sind Busse, denen man staunend hinterherschaut: Die roten Doppeldecker-Luxusbusse von Red Car wurden bislang von Geschäftsführer Jan Ahrens für Konzerte und Tourneen an Künstler und ihre Crews vermietet und waren bereits Heim auf Zeit für Stars wie Silbermond, Sarah Connor und Bushido. Doch das seit 2008 auf dem Gelände der ehemaligen Auto- und Lkw-Werkstatt der Post an der Hamburger Straße in Elmshorn beheimatete Unternehmen kam durch falsche Investitionsentscheidungen in finanzielle Schieflage. Nun aber scheint Red Car gerettet zu sein.

Am 1. Februar 2015 hatte das Amtsgericht Pinneberg das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Red Car GmbH Betriebsgesellschaft & Co. KG eröffnet. Der Geschäftsbetrieb konnte aber auch während des Insolvenzverfahrens fortgeführt werden. Gemeinsam mit Jan Ahrens suchte der Pinneberger Insolvenzverwalter und Anwalt Oliver Dankert nach Lösungen für eine dauerhafte Fortführung des Geschäftsbetriebes. Man habe mit neuen Investoren über den Kauf des Unternehmens verhandelt, so Oliver Dankert, und könne nun mitteilen, dass man Red Car verkauft habe. Unternehmensstandort soll Elmshorn bleiben. „Ein erfahrener Omnibushändler aus Bayern sowie ein Betreiber mehrerer Busunternehmen kauften aus der Insolvenz den überwiegenden Teil der Fahrzeuge und weiteres Betriebsvermögen“, teilte Dankert mit.

Jan Ahrens erklärte auf Nachfrage dieser Zeitung, dass das Red-Car-Auftragsbuch für die zurzeit zehn Busse weiterhin voll sei und man alle Aufträge erfüllen werde. Er habe bei den Verhandlungen vor allem um die Sicherheit der Arbeitsplätze seiner 20 Mitarbeiter gekämpft. „Die bei Red Car beschäftigten Mitarbeiter wurden alle übernommen“, bestätigt Dankert.

Die neuen Besitzer wollen auf dem vorhandenen Kundenstamm aufbauen und weiter expandieren. Der neue Berliner Geschäftsführer Jürgen Ungewitter gibt sich zuversichtlich: „Wir beabsichtigen, die Flotte weiter auszubauen, um damit die große Nachfrage an Red-Car-Fahrzeugen bedienen zu können.“

In den nach Umbau 800  000 Euro teuren rollenden roten Hotelbussen gibt es nichts, was es nicht gibt: Ein komplettes Tonstudio ermöglicht es den Künstlern, die langen Tournee-Reisen durch Europa sinnvoll zu nutzen. Inklusive Fahrer und Sprit kosten die Doppeldecker pro Tag zirka 950 Euro.

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erstellt am 09.Apr.2015 | 16:00 Uhr

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