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Elmshorner Nachrichten

19. August 2017 | 06:24 Uhr

Intensiv und ohne Konventionen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Vernissage Im Torhaus startet der Kunstverein Elmshorn am 18. Juni die Ausstellung „Zellstoff III“ mit Arbeiten von Renè Schoemakers

Zu einer bemerkenswerten Präsentation zeitgenössischer Kunst lädt der Kunstverein Elmshorn für die Zeit vom 18. Juni bis zum 9. Juli in die Räumlichkeiten des Torhauses am Probstendamm ein. Gezeigt werden dort zahlreiche Arbeiten des Kieler Künstlers Renè Schoemakers im Rahmen einer Ausstellung, die mit dem Titel „Zellstoff III“ überschrieben ist.

Zu sehen gibt es eine Auswahl an Gemälden und Zeichnungen, die exemplarisch für die Arbeitsweise des Künstlers innerhalb der jüngeren Vergangenheit stehen. Der Begriff „Zellstoff“ steht dabei sowohl für den Grundstoff des Papiers (in den Papierarbeiten umspielt Schoemakers die Motive und Themen seiner groß angelegten Werkserien), als auch, dass innerhalb dieser Ausstellung das Werk des Künstlers exemplarisch präsentiert wird.


Anteil intellektuell transportierter Gehalte


Nach einer Station in Kiel wurden die Arbeiten von Renè Schoemakers jüngst im Kunstverein Paderborn gezeigt und sind nun abschließend als „Zellstoff“ III im Elmshorner Torhaus beim Kunstverein zu sehen - in jeweils veränderter Zusammenstellung. Zur Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen.

„Bei der Kunst von René Schoemakers handelt es sich um symbolhaft aufgeladene, mit kunsthistorischen Verweisen stark angereicherte ästhetische Versuche, deren Aussagegehalt weit über das allein Dargestellte hinausgehen. Gesehenes und Mitgewusstes kommen hier zusammen – es gibt in seinem Werk stets einen hohen Anteil intellektuell transportierter Gehalte. So abgehoben sich dies anhört, der Anfang allen Suchens und Wissens ist bei ihm doch das sinnlich Vorfindliche“, erläutert Christian Walda vom Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum. Der Gesamteindruck der Werke hingegen sei mit einem Schlagwort gut umrissen: „Sie sind uns fremd.“

„Das provozierte Gefühl von Fremdheit bei gleichzeitiger Vertrautheit der Einzeldinge ist das vielleicht hervorstechendste Rezeptionsmerkmal der Kunst von Schoemakers“, so Walda weiter.


Beschäftigung mit Sinnzusammenhalten


Diese Fremdheit erzeuge Sperrigkeit, die jede Art konsumorientierter Einverleibung unmöglich mache. Man stocke und denke nach. „Das gilt für seine gesamte veröffentlichte Kunst, ob nun als Malerei oder als Zeichnung. Sie fordert uns sehr stark heraus, provoziert die stete Beschäftigung mit Sinnzusammenhängen.“

Der Künstler Renè Schoemakers wurde 1972 in Kleve geboren und arbeitet heute in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel. Er studierte dort Philospohie an der Christian-Albrechts-Universität und Malerei an der Muhtesius-Kunsthochschule. Er erhielt bislang diverse Stipendien und Preise - unter anderem den Lucas-Cranach-Preis (2011).

Die Ausstellung im Torhaus (erstes Stockwerk) ist für Besucher von Dienstag bis Freitag, jeweils von 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr sowie am Sonnabend und Sonntag jeweils von 11 bis 13 Uhr zugänglich.

Die Vernissage zur neuen Ausstellung im Elmshorner Torhaus am Sonntag, 18. Juni, bei der die Kunsthistorikerin Amélie Sommer eine Einführung in das Werk Renè Schoemakers geben wird, beginnt um 11 Uhr. uma

>www.kunstverein-elmshorn.de




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erstellt am 10.Jun.2017 | 16:23 Uhr

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