zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

16. August 2017 | 15:48 Uhr

Inklusion an Schulen droht zu scheitern

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Brandbrief von Elmshorner Schulleitern ans Ministerium

Droht die Inklusion an Schulen zu scheitern? Davor warnen zwei Elmshorner Schulen. Mit Brandbriefen haben sich die Anne-Frank- und die Erich Kästner Gemeinschaftsschule (KGSE) an die Schulräte des Kreises und ans Schulministerium des Landes gewandt. Der Grund: Für die Inklusion von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf stünden nicht genügend Lehrer zur Verfügung.

Seit einer Veränderung des Schulgesetzes integrieren die Regelschulen einen Großteil der Schüler mit starken Lernschwierigkeiten, geistigen und körperlichen Behinderungen in ihren Unterricht. Diese Schüler haben einen erhöhten Förderbedarf. „Um dem Rechnung zu tragen, müssten wir eigentlich eine Doppelbesetzung in allen Unterrichtsstunden dieser Klassen mit Inklusions-Schülern haben“, sagt Maren Schramm, Mitglied der Lehrergewerkschaft GEW und Schulleiterin der Anne-Frank-Schule. Dafür stünden aber weder genügend Sonderpädagogen noch ausreichend Regelschullehrer zur Verfügung.

In Elmshorn ist die Situation besonders extrem: Dort gibt es laut Schulleiter und Ministerium deutlich mehr Schüler mit Förderbedarf als im landesweiten Vergleich. Warum das so ist, weiß niemand. Das Schulministerium will die Elmshorner Situation und den Personalschlüssel prüfen.

Nach Ansicht von Ministeriumssprecher Thomas Schunck ist eine Lösung für einen Großteil des Problems bereits gefunden: Einvernehmlich hätten sich die Elmshorner Schulleiter am Dienstag darauf verständigt, dass sich auch die Gymnasien ab dem nächsten Schuljahr stärker an der Inklusions-Problematik beteiligen wollen. Auf diese Weise würden die Gemeinschaftsschulen entlastet.

Seite 9

zur Startseite

von
erstellt am 24.Feb.2016 | 17:57 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert