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Elmshorner Nachrichten

19. August 2017 | 04:05 Uhr

Elmshorn : Infos über das neue Stadtzentrum

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Architekt Harald Noll stellte den Rahmenplan für das Gebiet von der Kapitän-Jürs-Brücke bis zur Berliner Straße vor.

Elmshorn | Anfang kommenden Jahres soll die Parkpalette am Südufer des Hafens abgerissen werden. Das wird dann das erste sichtbare Zeichen für den geplanten Umbau des Gebiets von der Kapitän-Jürs-Brücke bis zur Berliner Straße. Wie es dort einmal aussehen soll, das ist grob festgelegt im Rahmenplan Krückau – Vormstegen. Jetzt geht es an die Details: Wie wollen die Elmshorner ihr erweitertes Stadtzentrum gestalten? Wo sollen Autos fahren, soll ein Grünband entlang der Krückau verlaufen, was soll auf dem Buttermarkt passieren, soll das Krückauufer naturnah oder repräsentativ, vielleicht mit Treppen, gestaltet werden? Ein kleiner Wasserlauf von der St. Nikolai Kirche zur Krückau?

Solche Überlegungen werden irgendwann in einem Plan zusammengefasst und festgeschrieben. Dafür soll ein freiraumplanerischer Wettbewerb ausgeschrieben werden. Zur Vorbereitung dieses Wettbewerbs veranstaltete die Stadt am Freitag eine Öffentlichkeitsveranstaltung, bei der Experten informierten und knapp 80 Besucher ihre Anregungen vorbrachten. Stadtentwicklerin Silke Faber freute sich über „neue Ideen“, Bürgermeister Volker Hatje bewertete die fast drei Stunden anschließend als „sehr anregend“.

Strandkörbe am Wasser, Boule-Platz, E-Bike-Ladestation, Spielgeräte für alle Altersklassen, ein Brunnen, Schließfächer für Einkäufe und ein überdachter Fahrradparkplatz – die Elmshorner hatten einige Wünsche für das große Gelände.

Eine Staustufe für die Krückau, damit immer Wasser im Hafen steht zum Beispiel; andererseits wollte auch eine Besucherin gerade die unterschiedlichen Wasserstände wirken lassen. Ein Gast wollte den ehemaligen Verlauf der Schienen am Südufer sichtbar machen, andere wünschten sich eine „offene Bühne“, auf der sich jedermann präsentieren kann. Eine Besucherin schlug eine Reminiszenz an die Saugheber vor, die früher am Südufer standen, vielleicht als besonders geformte Laternen.

Schwierig wird es offenbar mit dem Verkehr. Der Durchgangsverkehr soll raus, soweit besteht wohl Einigkeit; aber ob der Buttermarkt Parkplatz bleibt oder die Autos von dort verbannt werden, war umstritten. Ob die Wedenkampbrücke für Radfahrer und Fußgänger reserviert werden soll oder ob dort auch Autos fahren dürfen und wie sich das dann sortiert, da gingen die Meinungen auseinander.

Ähnlich schwierig wird es mit dem Buttermarkt: Soll er für Veranstaltungen genutzt werden oder gerade nicht? Schließlich sollen an seinem Südrand Wohnungen entstehen.

„Nicht nur Einzelhandel“ lautete eines der Ergebnisse: Die Elmshorner wollen ihr neues Zentrum nicht dem Kommerz überlassen. Der soll laut Rahmenplan seinen Platz zwischen Buttermarkt und Krückau finden, dort stellt sich Stadtplaner Hendrik Welp „Höfe und Gassen“ vor, ein Quartier mit Läden und Cafés in „intimer Atmosphäre“ am Wasser. Aber die Elmshorner wollen offenbar auch ohne Verzehrzwang sitzen, Bänke – und zwar aus Holz und mit Lehne – waren ebenfalls auf den Anregungszetteln verzeichnet.

Einige offene Fragen blieben an diesem Abend unbearbeitet. Die Frage, ob südlich vom Buttermarkt ein Rathausneubau – mit Vorplatz? – geplant wird zum Beispiel; oder wie der „Hafentower“ am Hafenkopf genutzt werden soll.

Viel Grün wünschten sich diverse Besucher. Aber die Planer sollen darauf achten, ob die Bäume später Veranstaltungen im Wege stehen. Einige Elmshorner dachten großräumig. Sie wollten vor allem für Radfahrer und Fußgänger gute Verbindungen zum Steindammpark, zum Bahnhof oder unter der Klappbrücke hindurch ins Grüne.

Für den weiteren Verlauf der Planungen kündigte Stadtentwicklerin Silke Faber „wahrscheinlich zielgruppenorientierte Befragungen“ an. Dann sollen zum Beispiel Jugendliche oder Senioren kundtun, wie sie sich die erweiterte Innenstadt Elmshorns vorstellen. Am Ende, wenn der Bereich umgestaltet ist, sollen die Elmshorner sich jedenfalls an der Krückau „zu Hause fühlen“ und „stolz auf Ihre Stadt sein“, gab Stadtplaner Hendrik Welp vor.

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erstellt am 13.Okt.2014 | 12:00 Uhr

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