Elmshorn : Industriemuseum freut sich über Spende

Das frisch restaurierte Gemälde mit dem Bildnis von Georg Junge befindet sich wieder im Industriemuseum: Freude bei Monika Dormann (v. l.); Saskia Lescow und Bärbel Böhnke.
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Das frisch restaurierte Gemälde mit dem Bildnis von Georg Junge befindet sich wieder im Industriemuseum: Freude bei Monika Dormann (v. l.); Saskia Lescow und Bärbel Böhnke.

Dank Fielmann-Spende:Die Einrichtung freut sich über die Restaurierung des großen Georg-Junge- Porträtgemäldes.

shz.de von
20. Mai 2015, 16:30 Uhr

Elmshorn | Zu einem bedeutenden Moment für das Industriemuseum Elmshorn in der Catharinenstraße 1 kam es am gestrigen Vormittag: Saskia Lescow von der örtlichen Fielmann-Niederlassung übergab der Leiterin der Einrichtung, Bärbel Böhnke, das frisch restaurierte Portraitgemälde mit der Darstellung von Georg Junge samt des dazugehörigen zeitgenössischen und ebenfalls wiederhergestellen Rahmens.

„Dieses überaus große Ölbild verließ im März das Museum, weil es stark restaurierungsbedürftig war. Viele Nuancen auf dem Gemälde waren durch Schmutzablagerungen kaum noch zu erkennen“, erklärt Böhnke. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Fielmann-Stiftung wurde nun aber die Restaurierung möglich, die das Museum hätte allein nicht bezahlen können, denn die Kosten belaufen sich auf einige Tausend Euro.

„Für solch eine Leistung wären unsere Mittel einfach zu begrenzt“, betonte Monika Dormann vom Förderverein des Industriemuseums. Umso größer war nun die Freude bei allen Beteiligten, als das Bild wieder ins Museum kam und zukünftig im sogenannten Junge-Salon im zweiten Stock seinen Platz erhält – quasi einen Ehrenplatz. „Und das nicht zu Unrecht“, wie Böhnke betont, schließlich gehörte Georg Junge einer der bekanntesten Elmshorner Fabrikantenfamilien an, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu großem Wohlstand gekommen war. „Seit 1910 leitete Georg Junge das Familienunternehmen. Er war unter anderem Besitzer der Elmshorner Ölmühle und galt als vermögendster Mann in der Stadt“, so Böhnke weiter.

Gemalt wurde das Porträt von dem damals bekannten Hamburger Porträtmaler Julius Schold (1881 bis 1962). Dieser war Meisterschüler auf der Kunstakademie Karlsruhe und erlernte sein Handwerk vor allem bei Wilhelm Trübner (1851 bis 1917), einem Vertreter des süddeutschen Impressionismus um 1900. Dessen Malweise blieb Schold zeit seines Lebens treu. „Das Gemälde mit dem Elmshorner Fabrikanten Georg Junge gilt als eines der bemerkenswertesten Porträtleistungen der schleswig-holstenischen Malerei jener Zeit“, unterstreicht Jürgen Ostwald, der sich im Auftrag der Fielmann-Stiftung mit viel Engagement darum kümmert, dass die richtigen Kontakte geknüpft werden, um Anliegen wie das mit diesem Gemälde in Elmshorn erfüllen zu können.

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