Glasfaser-Ausbau : In Horst bricht jetzt die Zukunft an

Rund 300 Horster kamen zum Informationsabend in die Aula der Jacob-Struve-Schule.
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Rund 300 Horster kamen zum Informationsabend in die Aula der Jacob-Struve-Schule.

300 Einwohner bei Info-Abend des Zweckverbands. Erste Anschlüsse sollen im April 2016 fertig sein.

shz.de von
03. Juli 2015, 16:45 Uhr

Horst | Das schnelle Internet soll auch in Horst Einzug halten. Im Zusammenhang mit der Auftragsvergabe des Zweckverbandes Breitband des Kreises Steinburg luden die Gemeinde Horst und die mit der Vernetzung beauftragten Stadtwerke Neumünster zu einem Informationsabend in die Aula der Jacob-Struve-Schule ein. Rund 300 Interessierte Horster kamen am Mittwochabend, um Einzelheiten über die zukünftigen Möglichkeiten der Anbindung an das Glasfasernetz zu erfahren.

Bürgermeister Ernst-Wilhelm Mohrdiek, gleichzeitig auch Amtsvorsteher des Amtes Horst-Herzhorn und Vorsitzender des Zweckverbandes Breitband, freute sich denn auch, dass die Resonanz auf die Einladung trotz des sommerlichen Wetters so groß war. „Der Anschluss an das Glasfasernetz ist für die Einwohner und unsere Gemeinde eine Investition in die Zukunft“, so seine Aussage. Er rechne damit, dass rund 95 Prozent des Gemeindegebietes angeschlossen werden kann. „Wer nun ganz lauschig wohnt, bei dem dürfte es allerdings schwierig werden, die Glasfaserleitung zu bekommen“, gab Mohrdiek zu.

Der Zweckverband Breitband, zu dem fast alle Gemeinden des Kreises gehören, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Glasfasernetz flächendeckend einzuführen. „Das ist eine Herkulesaufgabe. Im Bereich Steinburg-Süd ist Horst die erste Gemeinde, in der das Vorhaben umgesetzt wird“, so Mohrdiek.

Auch Richard Krause, Vertreter des Kompetenzzentrums Breitband des Landes Schleswig-Holstein, war anwesend und berichtete, dass sich das Land zum Ziel gesetzt hat, bis zum Jahre 2030 jedes Haus mit Glasfaser zu versorgen. In 302 Gemeinden des Landes bestehe bereits der Anschluss. „Die Absicht, das Glasfasernetz als Zukunftstechnologie flächendeckend einzuführen, ist eine historische Chance für den Kreis Steinburg“, war seine Aussage.

Den Vorteil der Anbindung der Gemeinden an das Netz durch die Stadtwerke Neumünster sehen die Verantwortlichen darin, dass das Netz im Eigentum des Zweckverbandes, also der beteiligten Gemeinden, bleibt. „Wir bauen und bieten verschiedene Möglichkeiten des Anschlusses mit unterschiedlichen Tarifen an. Telefon, Fernsehen und Internet, ganz nach Wunsch der Kunden“, so Martin Stadie von den Stadtwerken. Hinzu komme, dass im derzeitigen Aktionszeitraum bis zum 17.   Oktober in Horst der Hausanschluss bis zu 20 Meter, das Netzanschlussgerät und ein WLAN-Router kostenfrei seien, so Stadie weiter. Voraussetzung ist dabei der Abschluss eines 24-Monate-Vertrages mit den Stadtwerken Neumünster. Zusätzliche Rabatte gebe es, wenn auch Strom oder Gas von den Stadtwerken bezogen werde.

Die Bauarbeiten sollen Anfang kommenden Jahres beginnen. „Ich rechne damit, dass die ersten Anschlüsse im April 2016 fertig sind“, sagte Dirk Sasson von den Stadtwerken.

Es ist geplant, nach den Sommerferien eine weitere Informationsveranstaltung durchzuführen. In der Zwischenzeit stehen Mitarbeiter der Stadtwerke Neumünster bis zum 16. Juli mittwochs und donnerstags in der Zeit von 15 bis 18 Uhr im Amtsgebäude für Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Vom 2. September bis 17. Oktober zusätzlich auch freitags von 15 bis 18 Uhr. In den Ferien gibt es einen Informationsstand jeweils donnerstags beim Edeka-Markt.

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