Brandstiftung in den Knechtschen Hallen : In Elmshorn treibt ein Feuerteufel sein Unwesen

Feuerteufel sind für den Brand am Montag gegen 19 Uhr in den Knechtschen Hallen verantwortlich.
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Feuerteufel sind für den Brand am Montag gegen 19 Uhr in den Knechtschen Hallen verantwortlich.

Immer wieder werden in Elmshorn größere Feuer gelegt. In den Knechtschen Halle brannte es bereits zum zweiten Mal.

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01. Juli 2015, 10:00 Uhr

Elmshorn | Die Aussage von Polizei-Sprecherin Silke Westphal gestern war eindeutig: „Wir gehen von vorsätzlicher Brandlegung aus.“ Mit anderen Worten: Feuerteufel sind für den Brand am Montag gegen 19 Uhr in den Knechtschen Hallen verantwortlich. Wieder einmal. Denn auch bei dem Feuer vom September des vergangenen Jahres waren die Fahnder von Brandstiftung ausgegangen. Der oder die Täter konnten allerdings bislang noch nicht gefasst werden.

Der aktuelle Brand war Montag im Obergeschoss des ehemals von Kibek als Lagerhalle genutzten Baus an der Berliner Straße ausgebrochen.

Die Feuerwehr Elmshorn bekämpfte das Feuer mit Wasser aus zwei Rohren, unter Atemschutz von innen und über den vor dem Gebäude aufgestellten Teleskopmast. Die offenen Flammen waren relativ schnell erstickt. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich etwa eineinhalb Stunden hin. Wegen der Größe des Objekts und der unübersichtlichen Lage wurde um 19.16 Uhr auf Vollalarm für die Feuerwehr Elmshorn erhöht. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Da das Gebäude alt ist und leer steht, gibt es laut Polizei keinen Sachschaden.

Insgesamt waren 60 Kräfte mit zehn Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr Elmshorn beim Brand in den Knechtschen Hallen im Einsatz.  (Foto: Marek)
Insgesamt waren 60 Kräfte mit zehn Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr Elmshorn beim Brand in den Knechtschen Hallen im Einsatz. (Foto: Marek)
 

Am 13. September 2014 war, ebenfalls im Obergeschoss der Knechtschen Hallen, gegen 21 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Als der Brand kurz vor Mitternacht gerade gelöscht worden war, hatte es im Keller eines Hochhauses in der Meteorstraße gebrannt. Die Kripo Elmshorn hatte auch damals die Ermittlungen übernommen. Die Fahnder waren schnell bei beiden Feuern von Brandstiftung ausgegangen.

Das allerdings war nicht die einzige Brandstiftung gewesen, die Feuerwehr und Polizei im vergangenen Jahr in Atem gehalten hatte. Zweimal hatten Feuerteufel in Hochhäusern an der Beethovenstraße zugeschlagen, im Juni und im August. Bei dem schlimmen Brand im Juni hatten 200 Mieter ihr Zuhause verloren.

Im Dezember hatte es in der Sporthalle der Boje-C-Steffen-Schule gebrannt. Auch in dem Fall war es Brandstiftung. Im März dieses Jahres nahm die Polizei zwei Jugendliche fest. Die gestanden, das Feuer in der Sporthalle gelegt zu haben. Die Ermittler schlossen nicht aus, dass die bereits zuvor mehrfach wegen Brandstiftung in Erscheinung getretenen Jugendlichen auch an den Bränden in der Beethovenstraße beteiligt waren.

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