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Amtsbeschluss : Horst schafft mehr Platz für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Amtsausschuss beschließt Bau von Unterkünften für 310.000 Euro. Das legten die Mitglieder des Amtsausschusses Horst-Herzhorn während ihrer letzten Sitzung fest.

Horst | Das Amt Horst-Herzhorn bereitet sich auf die weitere Aufnahme von Flüchtlingen vor. Die vorhandenen Schlichtwohnungen am Horster Boyendeich erhalten für rund 310.000 Euro einen Anbau, um weiteren zwölf Asylsuchenden oder Obdachlosen Platz zu bieten. Das beschlossen die Mitglieder des Amtsausschusses Horst-Herzhorn während ihrer Sitzung am vergangenen Freitag.

„Ich entschuldige mich für die ungewöhnliche Ansetzung des Termins, aber die derzeitige Flüchtlingsdramatik hat auch uns eingeholt", sagte Amtsvorsteher Ernst-Wilhelm Mohrdiek. Aufgrund des extremen Zustroms von Flüchtlingen soll jetzt die Erweiterung des Wohnungsangebotes realisiert werden. „Das Projekt am Boyendeich ist nicht neu. Schon damals beim Bau der jetzigen Schlichtwohnungen wurde größer geplant, aber danach abgespeckt. Die ehemalige Planung wird jetzt umgesetzt“, erklärte Mohrdiek. Lediglich die Schnitte der einzelnen Wohnungen würden geändert werden, um einer Belegung mit Einzelpersonen gerecht zu werden. Bei der Finanzierung für den Anbau geht der Amtsausschuss von seiner bisherigen Linie, alles ohne Kredite zu bezahlen, ab. „Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat ein neues Sonderprogramm für den Bau von Flüchtlingsunterkünften aufgelegt. Sie gibt hierfür zinslose Kredite“, so der Amtsvorsteher. Aufgrund der Leistungen, die das Amt für die Unterbringung von Flüchtlingen vom Land erhält, würde sich die Baumaßnahme innerhalb von zehn Jahren refinanzieren. Mohrdiek rechnet damit, dass der Bauantrag schnell genehmigt wird, so dass zügig mit den Arbeiten begonnen werden kann.

Mit Datum vom 3. September wurden 139 Flüchtlinge in 30 angemieteten Wohnungen im Amtsgebiet Horst untergebracht. Der Großteil davon in Horst. „Die Zahl ändert sich aber rasant und steigt“, sagte Ernst-Wilhelm Mohrdiek. Auch aufgrund dieser Tatsache wurde der Stellenplan in der Amtsverwaltung geändert. Die Ausschussmitglieder beschlossen eine Ausweitung der Mitarbeiterkapazität für die Bearbeitung der Flüchtlingsproblematik um eine halbe Stelle, die hausintern besetzt wird.

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erstellt am 15.Sep.2015 | 16:15 Uhr

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