Holt die EBS den Landestitel?

Die EBS-Konzeptgruppe um Lehrerin Julia Büthe (v. l.), Schulleiter Uwe Lorenzen, seine Stellvertreterin Kirsten Habenicht sowie Karin Sagebiel, Koordinatorin für Forder- und Fördermaßnahmen.
Die EBS-Konzeptgruppe um Lehrerin Julia Büthe (v. l.), Schulleiter Uwe Lorenzen, seine Stellvertreterin Kirsten Habenicht sowie Karin Sagebiel, Koordinatorin für Forder- und Fördermaßnahmen.

Elmshorner Gymnasium steht in Endrunde für „Schule des Jahres in Schleswig-Holstein“ / Entscheidung fällt am Montag

shz.de von
13. Juni 2014, 16:00 Uhr

27 Schulen hatten sich um die Auszeichnung „Schule des Jahres in Schleswig-Holstein“ beworben. Nach einem strengen Auswahlverfahren durch das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein wurden zehn nominiert – und bislang immer mit dabei: Die Elsa-Brändström-Schule. Am 16. Juni wird es nun richtig spannend, denn dann entscheidet es sich im Kieler Landeshaus, ob die EBS unter die ersten Preisträger gewählt wird. Zwar sei es schon eine Auszeichnung unter die besten zehn gekommen zu sein, versucht Schulleiter Uwe Lorenzen den Ball flach zu halten, doch stehen die Chancen aufs Siegertreppchen nicht schlecht.

„Unter dem Motto ‚Schule der Vielfalt‘ hat sich die EBS mit unserem Leitgedanken ‚Stärken stärken – Schwächen schwächen‘ beworben“, erklärt Karin Sagebiel, Koordinatorin für Forder- und Fördermaßnahmen an der EBS. In den vergangenen Jahren wurden erfolgreich schulinterne Maßnahmen zur Begabungs- und Begabtenförderung entwickelt und in das viersäulige Förderkonzept „SchiFF“ (Schulinternes Fordern und Fördern) eingefügt. Ziel ist es, unterschiedliche Begabungsausprägungen zu entdecken und entfalten. „Es geht dabei ausdrücklich nicht nur darum, Stärken von besonders Begabten oder Hochbegabten zu erkennen“, erklärt Schulleiter Lorenzen, sondern es sollten vielmehr alle Schüler von der 5. Klasse bis zur Oberstufe die Möglichkeit erhalten, ihr individuelles Potenzial sowie Interessen zu entdecken und weiterzuentwickeln. So können Schüler beim „Drehtürmodell“ zeitweise den normalen Unterricht verlassen, um an Kursen auf höherem Anforderungsniveau teilzunehmen, dem Unterricht einer höheren Klassenstufe zu besuchen oder an einem selbst gewählten Projekt zu arbeiten.

Weitere Begriffe wie BiSS (Kurse für Besonders Interessierte), projektorientierte Unterrichtszeiten, Förderprojekte für besonders Begabte der 5. und 6. Klassen oder das Juniorstudium (Studieren an einer Hochschule während der Oberstufenzeit) werden seit geraumer Zeit an der EBS mit Leben erfüllt und deshalb in der Bewerbung zur „Schule des Jahres“ vorgestellt.

Um zu sehen, wie diese Art des klassenübergreifenden, individuell geförderten Unterrichts funktioniert, reiste kürzlich eine Delegation, bestehend aus Mitarbeitern des Kultusministeriums, Landeselternvertretern und Landesschülersprechern nach Elmshorn. „Der Unterrichtsbesuch fiel positiv aus“, so Uwe Lorenzen. Nun hoffen Lehrer und Schülerschaft auf Montag. Der erste Preis ist mit 10 000 Euro, die Plätze zwei bis vier mit je 2000 Euro dotiert.

>www.ebs-elmshorn.de

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