Pferdeauktion in Elmshorn : Holsteiner Verband verkauft Pferde für fast eine Million Euro

Besitzerwechsel: Sara Eriksson (von links), Lena Westergren und Sussi Wetterlin übernahmen den dreijährigen Colonel von seinem Züchter Volker Redderberg.
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Besitzerwechsel: Sara Eriksson (von links), Lena Westergren und Sussi Wetterlin übernahmen den dreijährigen Colonel von seinem Züchter Volker Redderberg.

Der Holsteiner Verband registriert während seiner Frühjahrsauktion Elmshorn einen Aufwärtstrend beim Verkauf junger Reitpferde. Die Tiere erzielten im Schnitt 6000 Euro mehr als im Vorjahr.

shz.de von
21. März 2017, 15:30 Uhr

Elmshorn | In bester Partylaune verließen die Schwedinnen Lena Westergren und Sussi Wetterlin am vergangenen Sonnabend gegen 22.15      Uhr die Stallungen, um bei der traditionellen Frühjahrsauktions-Party im Foyer des Holsteiner Verbandes zu feiern. Zuvor hatten die beiden Schwedinnen aus Norrtälje – 70 Kilometer nördlich von Stockholm – in der Westerstraße einen dreijährigen Wallach für 18  000 Euro ersteigert. „Wir sind heute Morgen nach Elmshorn angereist und haben uns bei der Präsentation am Nachmittag verschiedene Pferde genauer angesehen“, berichtet Lena Westergren, die während der Auktion mit ihrer Schwester Sussi Westerlin mit der schwedischen Repräsentantin des Holsteiner Verbandes, Sara Eriksson, an einem Tisch im VIP-Bereich in der Fritz-Thiedemann-Halle saß. Dort boten sie mit, als insgesamt 40 Pferde unter den Hammer kamen.

Darunter waren das erste Mal zehn dreijährige Pferde, für die ein Mindestgebot von 7000 Euro aufgerufen wurde. Der Mindestpreis für die vier- bis siebenjährigen Stuten und Wallache betrug 10  000 Euro. Mehrfach wurden die Schwedinnen überboten. „Wir hatten ein festes Budget im Auge und mussten deshalb früh aussteigen“, erläutert Wetterlin. Das war beim Ersteigern von Colonel (Crunch/Calato/Loutano) aus der Zucht von Volker und Susanne Redderberg aus Ahrensbök anders. Nach wenigen Minuten hatten die Schwedinnen den Preis auf 18  000 Euro getrieben und bekamen den Zuschlag. „Bei ihm passte alles und wir sind uns sicher, dass wir ein gutes Pferd ersteigern konnten“, so Wetterlin weiter.

Züchter mit Ergebnis zufrieden

Ihren guten Eindruck untermauerten sie beim Besuch im Pferdestall. Dort lernten sie ihre Neuerwerbung und auch Volker Redderberg kennen. Auch er ist mit dem Auktionsergebnis zufrieden: „Ich habe schon einige Pferde über die Auktion verkauft. Der Preis für mein Pferd geht vollkommen in Ordnung“, sagt der Landwirt. Er ist Vorsitzender des Körbezirks Ostholstein und ist von der Anpaarung seines Auktionspferdes überzeugt. „Ich habe Crunch auf mehreren Turnieren gesehen und auch seine Abstammung hat mich überzeugt. Daher hat Colonels Mutter W-Calita noch eine zweijährige Tochter und einen heute vier Tage alten Bruder von ihm“, sagt er.

In Partylaune dürfte auch Auktionsleiter Dr. Torben Köhlbrandt sein. Die Dreijährigen erzielten einen Gesamtpreis von 179  000 Euro, und somit einen Durchschnitt von knapp 18  000 Euro. Zwei Pferde stachen hierbei besonders heraus: Für den schwarzbraunen Hengst Clifford (Clinton I/Corrado I/Cassini I) bezahlten chinesische Bieter 35  000 Euro, die Schimmelstute Toronja (Tornesch/Cascavelle/Carthago) brachte 30  000 Euro.

Auktionsspitze war die fünfjährige Cataleya (Castelan II/Contender/Lancer II). Für die Dunkelbraune aus dem Besitz von Mike-Patrick Leichle (Schnarup-Thumby) erteilte Auktionator Uwe Heckmann bei 100  000 Euro den Zuschlag. Insgesamt konnte der Holsteiner Verband für die Reitpferde im Alter zwischen vier und sieben Jahren 957  000 Euro verbuchen. Somit kostete ein Pferd bei dieser Aktion im Schnitt knapp 32  000 Euro und war damit knapp 6000 Euro teurer als im Vorjahr.

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