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Elmshorner Nachrichten

19. August 2017 | 04:17 Uhr

Hoher Besuch: Torsten Albig in Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ein Video-Clip warf ein erstes Schlaglicht auf die Person des Ministerpräsidenten Torsten Albig, ein Interview und Fragen aus den Reihen der etwa 70 Besucher der SPD-Veranstaltung beim FTSV Fortuna rundeten das Bild ab. Sichtbar wurde der „Mensch“ Torsten Albig – wie er sich sehen wollte und wie er sicherlich auch ohne Wahlkampf-Rhetorik ist.

Weit verbreitet in der Bevölkerung ist die Meinung, dass Politiker einer abgehobenen Klasse angehören. Dem widersprach Albig, der sich von der Moderatorin Verena Papke auf den Zahn fühlen ließ. Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein zu sein sei zwar eine schöne Aufgabe, aber man lebe ganz normal. „Es ist schade, dass das Amt diese Distanz schafft.“ Zu der Normalität, von der er sprach, gehört beispielsweise, dass er selbst Brötchen kauft und Nudeln kocht, wenn es seine Zeit erlaubt, und zudem dreimal wöchentlich ausdauernd Krafttraining treibt.

Kann man aber „ganz normal“ mit den Menschen ins Gespräch kommen? Das gestaltet sich, wie von Albig zu erfahren war, schwieriger, da er zwar mit vielen spreche, aber meistens doch in „offizieller Mission“. Im weiteren Verlauf des Gesprächs schilderte der Ministerpräsident offen seine Karriere als Schüler, der erst durch einen Lehrer „aufgeweckt“ werden musste, sowie sein „einfaches, aber schönes Leben im Elternhaus“. Der Vater hatte keinen Schulabschluss, die Mutter war Hausfrau und Verkäuferin. „Ich war der erste in der Familie, der ordentlich zur Schule ging“, so der Ministerpräsident.

1982 legte er das Abitur ab, anschließend begann er, Geschichte und Sozialwissenschaften auf Lehramt zu studieren, wechselte 1984 jedoch zu den Rechtswissenschaften. Das Jobben für das Studium kam ihm bisweilen hart an, und er wisse nun, was es bedeute, wenn Menschen auf diese Art und Weise ihren Lebensunterhalt verdienen müssten: Davor habe er großen Respekt.

Als eine Aufgabe der Politik sieht es der Ministerpräsident an, jungen Menschen Türen zu öffnen – diese könnten dann selbst entscheiden, ob sie die nutzen wollten. Auf jeden Fall müssten sie die gleichen Chancen bekommen wie er selbst.

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