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Krankenhäuser im Kreis Pinneberg : Hohe Verluste bei den Regio-Kliniken

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Jahr für Jahr machen die Regio-Kliniken im Kreis Pinneberg Verluste. Auch die Bilanz 2013, die Donnerstag vorgestellt wird, sieht nicht rosig aus.

Kreis Pinneberg | Donnerstag wird Angela Bartels, Geschäftsführerin der Regio-Kliniken, den Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr vorstellen. Und das, was sie verkünden wird, ist alles andere als rosig: Gut neun Millionen Euro Verluste haben die Kliniken nach Informationen der Elmshorner Nachrichten im vergangenen Jahr gemacht. Im Jahr 2012 betrugen die Verluste „nur“ zwei Millionen Euro.

Zur Erinnerung: Neun Millionen Euro Verluste fuhr das Unternehmen zuletzt im Jahr 2008 ein. Das war der Beginn einer Entwicklung, an deren Ende der damalige Geschäftsführer Alexander Schlick seinen Posten verlor und das bis dato komplett kreiseigene Unternehmen zu 74,9 Prozent an den Sana-Konzern verkauft wurde.

Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hat shz.de von Millionenverlusten der Regio-Kliniken berichtet. Eine konkrete Zahl wollten die Kliniken damals nicht nennen. Regio-Sprecher Sebastian Kimstädt hatte die schlechte wirtschaftliche Lage allerdings bestätigt und sie mit der großen Konkurrenzsituation im Hamburger Umland, den in Schleswig-Holstein zu geringen Fallpauschalen der Krankenkassen und den Kosten für das Abzahlen früherer Kredite begründet.

Nach wie vor soll im Klinikum Wedel der mit Abstand größte Teil der Verluste eingefahren werden. Die Regio-Leitung will mit dem Aufbau der Pneumologie sowie der Gründung eines Zentrums für Alterspatienten gegenhalten. Dazu ist Ende 2013 die Geriatrie von Elmshorn nach Wedel verlagert worden. Doch mit der Verlagerung der Geriatrie, so Regio-Insider, werde letztlich der Standort Elmshorn geschwächt. In Elmshorn plant die Regio-Führung die Einrichtung eines Traumazentrums für schwerstverletzte Menschen. Doch dazu, so Kritiker, bedürfe es zum einen eines auf Kopfverletzungen spezialisierten Neurochirurgen, den Regio nicht habe. Zum anderen sei ein Hubschrauberlandeplatz nötig. Der vorhandene werde demnächst jedoch mit der neuen Rettungsleitstelle überbaut. „Wir sind dabei, die Voraussetzungen für das Traumazentrum zu schaffen“, sagte Kimstädt dazu.

Ebenfalls in der Kritik steht die Entscheidung Regios, die Verwaltung im Elmshorner Dienstleistungszentrum unterzubringen. Das koste nur unnötig viel Geld, heißt es.

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