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Elmshorner Nachrichten

17. August 2017 | 16:31 Uhr

Hoffen auf den Volksbank-Verbleib

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Hörnerkirchen-DEMO Bürger und Politik wollen das angekündigte Aus für „ihre“ Bankfiliale nicht tatenlos hinnehmen

Schließt die Volksbankfiliale in Hörnerkirchen Ende März endgültig ihre Türen? Noch wollen sich die Bürger im Norden des Kreises Pinneberg mit dem Aus des letzten verbliebenen Geldinstituts im Amtsbereich Hörnerkirchen nicht abfinden. Jüngst waren zwei Vorstandsherren der Volksbank in Höki zu Gast, um mit den Amts-Bürgermeistern und dem Leitenden Verwaltungsbeamten Sven Werner über eine mögliche Zukunft des Filial-Standortes zu sprechen. Empfangen wurde das Banker-Duo von rund 50 Einwohnern, die vor dem Amtshaus gegen die Schließung protestierten.

Auf den Schildern der Protestler wurde vor der „Service-Wüste auf dem Dorf“ gewarnt und gefordert, dass Profit nicht alles sein dürfe. Einhelliges Motto der Demo: „Die Volksbank muss bleiben.“ Ob das auch die Chefetage der Bank so sieht, wird sich wohl schon in den kommenden zwei Wochen entscheiden. „Die Volksbank hat sich rund zehn Tage Bedenkzeit ausgebeten“, fasste Hökis Bürgermeister Siegfried Winter das Gespräch mit dem Bank-Vorstand zusammen. Dabei seien „verschiedene Denkmodelle durchgesprochen worden“. Zuvor hatten sich die beiden Banker rund 20 Minuten Zeit genommen, um mit den protestierenden Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Erst im Februar 2015 hatte die Volksbank ihre neuen Räumlichkeiten an der Bahnhofstraße in Hörnerkirchen eingeweiht. Kommt es zum Aus für die Filiale, werden wohl maximal ein Bankautomat und der SB-Bereich bleiben. Rund 400  000 Euro hatte die Volksbank einst nach eigener Aussage in die 130 Quadratmeter großen Räumlichkeiten investiert, in der zuvor die Sparkasse ihr Zuhause hatte. Als die ankündigte, Hörnerkirchen den Rücken kehren zu wollen, zog die bis dahin am Marktplatz beheimatete Volksbank dort ein. Sollte diese nun ebenfalls Hörnerkirchen verlassen, müssen die Bewohner des Amtes für ihre Bankgeschäfte in die Nachbarstädte ausweichen. Gerade für ältere Menschen ein weiter und schwierig zu meisternder Weg.

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