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Elmshorner Nachrichten

17. Oktober 2017 | 00:30 Uhr

Höki plant schnelles Internet

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Breitbandausbau für vier Dörfer mit 1500 Haushalten möglich / Informationsveranstaltungen Ende Oktober

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2014 | 16:00 Uhr

Schon seit rund drei Jahren bemühen sich Politik und Verwaltung in Hörnerkirchen um ein schnelleres Internet im Amtsbezirk. Nach einer europaweiten Ausschreibung hat das Amt den Breitbandausbau nun an die Stadtwerke Neumünster vergeben. Ziel ist es, in über 95 Prozent der insgesamt etwa 1500 Haushalte im Einzugsgebiet moderne Glasfaserkabel verlegen zu lassen. Läuft alles wie erhofft, rechnet Stadtwerke-Projektleiterin Manuela Sharnetzki mit einem Baubeginn im April kommenden Jahres. „Die ersten Kunden könnten dann wohl im August 2015 ans Netz gehen.“

Die vier Gemeinden des Amtes Hörnerkirchen hatten sich schon im vergangenen Jahr darauf verständigt, den Breitbandausbau gemeinsam voranbringen wollen und die Regie dem Amt übertragen (die EN berichteten). „Wir werden rund 4,2 Millionen Euro in den Bau des Netzes investieren“, kündigt Amtsvorsteher Bernd Reimers an. Die Stadtwerke Neumünster würden den Ausbau übernehmen und das Netz dann vom Amt pachten. Damit das Projekt anlaufen kann, müssen aber möglichst viele Einwohner des Amtes mitmachen. „Wenn wir es schaffen, mindestens 50 Prozent der Bürger von dem Anschluss an das Zukunftsnetz zu überzeugen, wird gebaut“, so Reimers.

„Einzig die Glasfaser garantiert, dass auch in Zukunft steigende Datenvolumina sicher und zuverlässig transportiert werden können“, betont Stadtwerke-Bereichsleiter Telekommunikation, Dirk Sasson. Mit den Neumünsteranern hat sich Hörnerkirchen einen erfahrenen Partner ins Boot geholt. Rund zehn Prozent der Fläche Schleswig-Holsteins würden bereits von seinem Unternehmen versorgt, sagt Sasson. Und die rund 12 000 Stadtwerke-Kunden würden – genau wie in Hörnerkirchen – größtenteils in ländlichen Gebieten leben.

Um die Bürger über den Breitbandausbau umfassend zu informieren, soll Ende Oktober in jeder der vier Gemeinden jeweils eine Infoveranstaltung stattfinden. Die Termine: Für Osterhorn am 27. Oktober ab 19.30 Uhr in der Gaststätte „Zur Tankstelle“ in Brande-Hörnerkirchen. Hörnerkirchen, 28. Oktober, ab 19.30 Uhr in der „Tankstelle“. Westerhorn, 29. Oktober, ab 19.30 Uhr im „Lindenhof“. Und Bokel, 30. Oktober, ab 19.30 Uhr im Ringhotel Bokel Mühle. Die vier Info-Abende stehen allen Bürgern des Amtsbereiches offen. Die Stadtwerke Neumünster wollen darüber hinaus zusätzliche Service-Zeiten anbieten.

Spannend wird es dann gegen Ende des Jahres. Am 6. Dezember soll feststehen, ob die erforderliche Anschlussquote erreicht wird und der Netz-Ausbau starten kann. Stadtwerke, Politik und Verwaltung zeigen sich optimistisch. „Wir werden selbst auch in den Dörfern unterwegs sein“, kündigt Projekt-Betreuerin Angelika Poggensee an. Und Amtsvorsteher Reimers betont: „Der Ausbau des Glasfasernetzes in unserem Amt ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Daseinsvorsorge – er ist auch ein Beitrag zur Sicherung des Standortes und von Arbeitsplätzen.“


So sieht es in den anderen Ämtern aus


Auch im Amt Rantzau schreiten die Vorbereitungen für den Breitbandausbau voran: Am Montag, 22. September, steht das Thema auf der Tagesordnung des Amtsausschusses, der um 19.30 Uhr im Amtsgebäude in Barmstedt tagt. Gemeinsam mit dem Amt Elmshorn-Land will das Amt Rantzau die Breitbandversorgung in den Gemeinden zwischen Seestermühe und Langeln verbessern. Dazu soll mit einem Unternehmen aus Henstedt-Ulzburg ein „Lotse“ an Bord geholt werden, der sich unter anderem für die Ämter um die Ausschreibung kümmert.

Die Stadtwerke Barmstedt haben unterdessen den geplanten Breitbandausbau in Groß Offenseth-Aspern auf Eis gelegt. Stattdessen werden in diesem Jahr voraussichtlich noch Hemdingen und Bevern erschlossen, sagte Werkleiter Fred Freyermuth. In Sparrieshoop seien bereits mehr als 200 der 700 Wohneinheiten unter Vertrag. Aus Kölln-Reisiek hätten sich die Stadtwerke dagegen zurückgezogen, so Freyermuth: „Der Ausbau wird von den Stadtwerken Elmshorn übernommen.“

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