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Elmshorner Nachrichten

25. September 2017 | 01:07 Uhr

Hingucker aus vergangenen Zeiten

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Oldtimer Trecker- und Fräsentreffen rund ums Klein Nordender Töverhuus leidet unter schlechtem Wetter

„Schade, dass das Wetter heute nicht mitgespielt hat. So sind nur die gekommen, die sich für die Trecker wirklich interessieren“, so oder ähnlich klang es häufiger bei Gesprächen der Besucher des Klein Nordender Oldtimer-Trecker- und Fräsentreffens rund um das Töverhuus.

Das Wetter machte allen Beteiligten am Sonntag einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Es regnete von Beginn der Veranstaltung an.
Organisator Helmut Hamke, die Treckerbesitzer und die Zuschauer ließen sich davon allerdings nicht die Laune verderben. Hamke interviewte die Treckerfahrer, fragte nach den Besonderheiten der Fahrzeuge sowie des landwirtschaftlichen Geräts. Ein Hingucker war der Krananänger von Bernd Meyer. Dem fehlte irgendetwas, was man an den Trecker (eine Lanz-Bulldog-Nachbildung) anhängen konnte. Die Idee war ein Krananhänger, den Meyer selbst konstruierte und baute.

Ein Blickfang war auch die „Dieselameise“ von Andres Kirstein, die mit den Füßen durch Gewichtsverlagerung gesteuert wird. Trotz Regens fuhr Kirstein seine Runden über das Gelände und berichtete schmunzelnd von seinem Besuch beim Tüv: „Die haben sich über das besondere Fahrzeug gefreut und jeder wollte es mal fahren.“

Ein besonderes Gerät mit einer interessanten Geschichte hatte auch Andreas Krohn im Gepäck: Einen Buschhacker. Das Gerät war 1962 vom Neuendorfer Unternehmen Affeldt gebaut worden. Das letzte seiner Art. Ursprünglich waren die Buschhacker für Affeldt auch im Einsatz gewesen, später übernahm ein Mitarbeiter den letzten Buschhacker und arbeitete nebenberuflich damit. „Ich habe selbst bei Affeldt gelernt und als der ehemalige Kollege den Buschhacker verkaufen wollte, haben wir ihn übernommen“, so Krohn.

An Jasmin Thormählen war es anschließend, die historische Dreschmaschine von Ködel und Böhm, Baujahr 1950 zu erläutern. Die Lacher hatten Hamke und Thormählen auf ihrer Seite, als sie den „Kaffdüwel“ Klaus Wilke vorstellten. Der hatte nämlich während des Betriebs der Dreschmaschine nichts anderes zu tun, als mit einem Laken das ins „Kaff“ herabfallende Streu aufzufangen.

Bei Hamkes informativen Rundgang durfte der restaurierte Bully der Freiwilligen Feuerwehr Klein Nordende natürlich nicht fehlen. Rainer Weers berichtete von den Restaurationsarbeiten, erklärte die Funktion des Bullys und der feuerwehrtechnischen Zusatzausrüstung.

Wegen des Dauerregens nutzten nur wenige Besucher die Sitzgelegenheiten im Hof des Töverhuus, sondern schauten sich meistens nur die Trecker und landwirtschaftlichen Geräte an, bevor sie sich wieder auf den Heimweg machten.

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