Hilfe für KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Besuchergruppe im früheren KZ Neuengamme.  Foto: lno
Besuchergruppe im früheren KZ Neuengamme. Foto: lno

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01. Oktober 2009, 11:33 Uhr

Hamburg | Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme erhält seit Anfang des Jahres eine dauerhafte Förderung aus Bundesmitteln. "Dadurch konnten vor allem das pädagogische Angebot verbessert werden und die Gebühren für Gruppenführungen gesenkt werden", erklärte Hamburgs parteilose Kultursenatorin Karin von Welck bei einem Besuch von Kulturstaatsminister Bernd Neumann im Rathaus. Mit der institutionellen Förderung von 725 000 Euro jährlich wird der Gesamtetat der Gedenkstätte um ein Drittel aufgestockt.

"Die Förderung zeigt, wie bedeutend Neuengamme auch über Hamburg hinaus für die Aufarbeitung der deutschen Geschichte ist. Ich bin sehr froh, dass die hervorragende Arbeit der Gedenkstätte bundesweit anerkannt wird", betonte Karin von Welck. Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme wird jährlich von rund 1500 Gruppen, zumeist Schulklassen, besucht.

Von 1938 bis 1945 befand sich im Südosten von Hamburg das gröte Konzentrationslager Nordwestdeutschlands, das KZ Neuengamme. Über 100 000 Häftlinge aus ganz Europa waren im Hauptlager und in den 86 Auenlagern inhaftiert. Bis Kriegsende starben 43 000 Menschen qualvoll. Ab 1948 nutzte die Stadt Hamburg das Gelände für den Strafvollzug, 1965 entstand am Rande des ehemaligen Konzentrationslager ein Mahnmal, das 1981 um ein Ausstellungsgebäude ergänzt wurde.

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