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Haus Elbmarsch fällt : Hier entsteht ein neuer Stadtteil

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Abrissarbeiten auf dem Areal von Haus Elbmarsch haben begonnen. Semmelhaack will 226 neue Wohneinheiten errichten.

Elmshorn | Es ist das größte Bauprojekt der vergangenen Jahrzehnte in Elmshorn: Auf dem riesigen Areal des Haus Elbmarsch sollen 226 neue Wohneinheiten entstehen. Die Arbeiten an dem Mega-Projekt haben jetzt begonnen. Der Startschuss für den Abriss des alt ehrwürdigen Altenheims und sämtlicher Nebenbauten auf dem etwa 25.000 Quadratmeter großen Gelände ist gefallen. In fünf Wochen sollen sämtliche Gebäude auf dem Areal verschwunden sein, damit die eigentlichen Arbeiten beginnen können.

Mit sieben Mann ist die F & F Abbruch GmbH aus Bad Malente seit Wochenbeginn im Einsatz. Nachdem zunächst Bäume gerodet wurden, beginnen jetzt allmählich die eigentlichen Abrissarbeiten. Gestern wurde ein Garagenkomplex hinter dem Hauptgebäude platt gemacht. Der imposante Backsteinbau von 1920, den viele Elmshorner in ihr Herz geschlossen haben, wird erst in einigen Tagen in Angriff genommen. „Noch läuft die Entkernung. Das gesamte Gebäude muss entrümpelt werden“, berichtet Bauleiter Martin Suhr. Etwa drei Wochen würde allein der Abriss des Hauptgebäudes in Anspruch nehmen. Zum Abschluss sei dann die Tiefgarage dran. Insgesamt hat das Unternehmen sechs Wochen für den kompletten Abriss eingeplant.

Damit die Arbeiten zügig voranschreiten, kommen insgesamt fünf Bagger und mehrere Kleingeräte zum Einsatz. Sämtliches Holz und der sonstige Bauschutt werden sortiert und recycelt. Wie viel Tonnen Bauschutt bei den Abrissarbeiten insgesamt zusammenkommen, kann Suhr noch gar nicht abschätzen: „Aber das wird ’ne ganze Menge sein.“

Wie geplant, soll der kleine Glocken- und Uhrenturm, der auf dem Hauptgebäude sitzt, erhalten bleiben. Semmelhaack möchte das gute Stück in die Neubauten integrieren. Allerdings wird die Rettung des Türmchens nicht ganz einfach. Der Dachstuhl sei ziemlich marode. „Wir prüfen gerade noch mehrere Möglichkeiten. Ich bin aber zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, den Uhrenturm unbeschadet zu entfernen“, betont Suhr.

Womit die Arbeiter zu kämpfen haben, sind Schaulustige. „Gestern stand plötzlich ein Herr neben einem Bagger“, berichtet der Bauleiter. „Das ist verdammt gefährlich. Auf einer Baustelle hat niemand außer den Arbeitern etwas verloren“, betont Suhr. Die Menschen seien im Schadensfall nicht versichert.

Ist der Abriss bis April beendet, beginnen auf dem Gelände im Westen der Stadt die Arbeiten für das neue Wohnquartier. Geschätzt 30 Millionen Euro investiert Semmelhaack in den Bau des Quartiers. Der in Elmshorn ansässige Immobilien-Gigant plant den Bau von 209 Wohnungen und 17 Reihenhäusern. Sämtliche Objekte sollen vermietet werden. Die Zielgruppe ist weit gefasst: Paare, Singles, Familien, Senioren und Menschen mit Behinderungen. Das gesamte Areal soll barrierefrei gestaltet werden. Die Kaltmieten sollen zwischen 5,50 und zehn Euro pro Quadratmeter liegen.

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erstellt am 21.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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