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Filialschließungen im Kreis : Heftige Kritik an Sparkasse

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden protestieren: Ein gemeinsames Vorgehen gegen das Geldinstitut ist angedacht.

Elmshorn | Massiver Personalabbau, ein dünneres Filialnetz, weniger Service: Der Kreis Pinneberg ächzt unter dem Sparkurs der angeschlagenen Sparkasse Südholstein. Die Bürgermeister der von Filialschließungen betroffenen Gemeinden reagieren zum Teil mit heftiger Kritik an dem Unternehmen. Wie diese Zeitung am Sonnabend berichtete, schließt die Sparkasse zum 15. Januar 2014 elf ihrer insgesamt 47 Filialen – sieben davon im Kreisgebiet. Betroffen sind neben der Filiale in Waldenau-Datum auch Geschäftsstellen in Appen, Klein Offenseth-Sparrieshoop, Brande-Hörnerkirchen, Hasloh, Krupunder und Holm.

Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg reagiert betroffen auf die Nachricht: „Ein großer Verlust für Familien und Senioren in Waldenau.“ Sie werde Vertreter der Sparkasse zu einem Runden Tisch mit Pinneberger Politikern und Interessengruppen aus Waldenau-Datum bitten. Steinberg war am Freitag telefonisch über das Aus für die Geschäftsstelle im Süden der Kreisstadt informiert worden.

„Mir wurde am Donnerstag gesagt, dass die finale Beratung noch ausstehe, man mich aber auf jeden Fall vor der Presse informieren wird“, sagte Sparrieshoops Bürgermeister Günther Korff (SPD) gestern. Das sei nicht geschehen. Ein Unding, so Korff. Er will kurzfristig Kontakt mit seinen Kollegen aus den anderen betroffenen Kommunen aufnehmen, um eine mögliche Protestaktion abzustimmen. „Ich kann den Schritt der Sparkasse nicht nachvollziehen.“

Grund für die Schließungen ist der einschneidende Sanierungskurs, den der Sparkassen- und Giroverband der Sparkasse Südholstein verordnet hat. So müssen auch 130 Vollzeitstellen wegfallen, damit der Verband mit weiteren 60 Millionen Euro die viertgrößte Sparkasse des Landes stützt.

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erstellt am 28.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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