Hatje: „Das war eine offene Diskussion“

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25. Mai 2018, 16:36 Uhr

Nach dem Gespräch bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) stärkte sich Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje erstmal mit einer großen Portion Nudeln beim Italiener um die Ecke. Nachmittags ging es dann schon wieder zurück nach Elmshorn. Abends war er noch mit Freunden auf dem Weinfest auf dem Alten Markt verabredet.

Die Einladung des Bundespräsidenten. Das vertrauliche Gespräch im Schloss Bellevue. Das waren ungewöhnliche und auch aufregende Stunden für den Elmshorner Verwaltungschef. „Es war eine sehr offene Diskussion, in die ganz unterschiedliche Erfahrungen eingeflossen sind“, sagte Hatje hinterher. Da Vertraulichkeit vereinbart worden sei, äußerte sich Hatje über konkrete Inhalte nicht. „Es ging um Wertschätzung für alle, die sich für die Demokratie und unser Zusammenleben einsetzen. Das hat Bundespräsident Steinmeier betont“, sagte Hatje.

„Gewalt gegen Mandatsträger“: Zu diesem Thema hatte der Bundespräsident nach Berlin eingeladen. Hatje und auch seine Familie waren 2017 bedroht worden, weil sich Elmshorns Bürgermeister rasisstischer Hitze offen und mutig entgegengestellt hatte. Pia Findeiß, Oberbürgermeisterin von Zwickau, war als Anhängerin der Terrormiliz IS verleumdet worden und Volker Poß, Bürgermeister von Kandel, hatte ebenso wie seine Familie nach dem Tod einer 15-jährigen Schülerin Morddrohungen erhalten. Mit am Tisch saß auch Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes.

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