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Elmshorner Nachrichten

23. November 2017 | 21:44 Uhr

Hallenbad: Die Pläne sind fertig

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Sanierung Die Politiker haben die Entwurfsplanung im Stadtwerkeausschuss abgenickt / Es wird eine Großrutsche geben

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2017 | 16:11 Uhr

Seit zwei Jahren müssen die Elmshorner bereits auf ihr Hallenbad verzichten. Jetzt kommt aber langsam Tempo in die Sanierungs-Pläne. In der Sitzung des Stadtwerkeausschusses am Montagabend haben die Elmshorner Politiker einstimmig die Entwurfsplanung genehmigt. „Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir unseren engen Zeitplan einhalten“, hatte der Ausschussvorsitzende Siegfried Golz (CDU) zuvor gemahnt. Schließlich sollen die Abbrucharbeiten im Hallenbad im Herbst beginnen. Ende 2018 will Stadtwerkechef Sören Schuhknecht dann spätestens die Wiedereröffnung feiern.

Es gibt einige Neuerungen in den Entwurfsplanungen, die Architekt Christoph Keinemann am Montag vorstellte. Am interessantesten ist wohl die Neuigkeit von der rund 100 Meter langen Großrutsche, die, anders als zunächst geplant, jetzt gleich mitgebaut werden wird. Ursprünglich hatten bei der Sanierung nur die Vorarbeiten für eine Großrutsche geleistet werden sollen. „Der Aufwand war aber sowohl zeitlich als auch finanziell höher, als wenn wir die Rutsche jetzt gleich mitbauen“, erklärt Schuhknecht. Außerdem hätte das Schwimmbad dann in einigen Jahren wieder für einige Zeit geschlossen werden müssen – „das kann man den Badegästen nur schwer vermitteln“, so Schuhknecht.

Insgesamt erhöhen sich die Sanierungskosten durch den Bau der Rutsche um etwa eine Million Euro. Die Gesamtkosten liegen damit bei etwa 14,5 Millionen Euro. Hätte man mit dem Bau der Rutsche gewartet, hätte das allerdings zusätzlich rund 500  000 Euro gekostet.

Die Rutsche soll sich künftig, von außen vom Eingang her betrachtet, an der linken Gebäudeseite entlangschlängeln. Die Landezone wird sich im Inneren zwischen dem 25-Meter-Schwimmbecken und dem sogenannten Kursbecken befinden. Daneben schließt sich eine kleinere Indoor-Rutsche und ein erhöhter Standort für die Schwimmaufsicht an. Der Boden soll ebenerdig werden.

Das Kursbecken wird komplett abgebrochen und in den bisherigen Abmessungen wieder aufgebaut – dann allerdings mit einer pflegeleichteren Edelstahlauskleidung und einem Hubboden, um die Beckenhöhe für den Schwimmunterricht oder Kurse anpassen zu können. Auch das 25-Meter-Becken mit fünf Bahnen wird mit Edelstahl ausgekleidet. Zusätzlich wird es eine Sprunganlage mit Ein- und Drei-Meter-Brett und dahinter eine Indoor-Kletterwand geben. Aus Lärmschutzgründen ziehen die Stadtwerke zwischen den beiden großen Schwimmbecken eine Schallschutzwand aus Glas ein.

Das Erlebnisbecken bleibt in seiner jetzigen Form bestehen, lediglich die Fliesen werden ausgetauscht. Der Babybereich soll möglicherweise durch Wasserfontänen erweitert werden.Teilweise wird er vom Gastronomiebereich einsehbar sein, der sich zwischen den Umkleiden und den Schwimmbecken befinden wird. Den Kindern zuzusehen, ohne Eintritt zu zahlen, wird allerdings nicht mehr möglich sein.

Nach den Ausführungen von Architekt Christoph Keinemann wird der Eingang zum Hallenbad übrigens zukünftig weiter rechts als bisher liegen. Im Eingangsbereich sind öffentliche WCs, ein Wartebereich mit Getränkeautomaten und ein Empfangstresen geplant. Außerdem soll es einen Shop oder Ähnliches geben. Geradeaus geht es durch ein Drehkreuz weiter zur Sauna, eine Treppe und ein Aufzug führen zu den Umkleiden und dem Schwimmbereich. Wichtig für die Sauna- und Badegäste: Künftig können sie mit Hilfe eines Chip- und Drehkreuz-Systems problemlos zwischen den Sauna- und Badebereichen hin- und herwechseln und bargeldlos bezahlen.

Das Schlusswort hatte der Ausschussvorsitzende Golz: „Jetzt müssen wir an die Arbeit gehen – damit wir Ende nächsten Jahres ein besseres Hallenbad nutzen können.

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