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Elmshorner Nachrichten

23. August 2017 | 23:30 Uhr

Halbe Million für marode Brücken

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ausschussmitglieder berieten über Querungen im Steindammpark / Geplant sind Alu- statt Holzbrücken / Neubau wahrscheinlich

Es sind nicht die einst vom Siebenbürgener Barden Maffay besungenen sieben Brücken. Denn es sind nur vier. Doch die haben im Elmshorner Steindammpark eine wichtige Funktion, damit die Menschen auf der Suche nach Naherholung durch den Park wandern können. Doch es gibt Probleme. Problem eins: Die Brücken sind total marode. Problem zwei: Für neue Brücken muss die Stadt mehr als eine halbe Million Euro hinblättern. Dennoch stehen die Zeichen auf Neubau.

Eine der drei Brücken ist bereits im vergangenen Jahr abgerissen worden, wegen ihres „irreparablen Zustands“, wie es das Flächenmanagement in seiner Vorlage für den Ausschuss für Kommunale Dienstleister ausführte. Viel besser sieht es laut Flächenmanagement auch bei den anderen Brücken nicht aus: „Die noch verbleibenden drei Brücken weisen ähnliche Schadensbilder auf, sodass mit einer Sperrung aufgrund mangelnder Verkehrssicherheit jederzeit gerechnet werden muss.“

Eine Reparatur der Brücken sei „unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr vertretbar und würde aus technischer Sicht im Ergebnis auf einen vollständigen Ersatz der jeweiligen Brücke hinauslaufen“. Die Mitarbeiter der Verwaltung hatten zudem vorgeschlagen, die jetzigen Holzbrücken mit Aluminiumbrücken zu ersetzen. Während Holzbrücken eine Lebensdauer von 20 bis maximal 30 Jahren hätten, würden Aluminiumbrücken rund 70 Jahre halten.

Die Möglichkeit, einen Damm zu bauen und zum Durchfluss des Wassers Rohre zu verlegen, scheidet nach Ansicht des Flächenmanagements ebenfalls aus. Der Steindammparksee gehört, einschließlich des Krückau-Zulaufs, zum ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet, in dem das Einbringen von Bodenmaterial nur nach einem umfangreichen Genehmigungsverfahren zulässig ist. Zudem seien Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. Das wiederum würde erhebliche zusätzliche Kosten bedeuten.

Der Neubau der vier Brücken kostet rund 528  000 Euro. „Wir brauchen die Brücken“, sagte Petra Langefeld, Leiterin des Flächenmanagements. Möglicherweise lassen sich Kosten einsparen, wenn der Neubau aller Brücken gleichzeitig in Angriff genommen werde, hoffen Politik und Verwaltung.

Die Grünen haben sich bereits für den Neubau aller vier Brücken ausgesprochen, erklärte Sven Herrmann. „Die SPD eigentlich auch“, so Hans-Joachim Seiffert. Die CDU hatte jedoch noch Beratungsbedarf und so wurde das Vorhaben zurück an die Fraktionen verwiesen. Die Mittel für Bau- und Planungskosten sollen zum Haushalt 2017 angemeldet werden. Damit die Elmshorner, wenn schon nicht über sieben, dann doch wenigstens wieder über vier Brücken gehen können.

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erstellt am 22.Mär.2016 | 16:00 Uhr

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