Hahn mischt kräftig mit

Andreas Hahn machte beim Bürgerempfang „aktuelle Anmerkungen“.
Andreas Hahn machte beim Bürgerempfang „aktuelle Anmerkungen“.

„Aktuelle Anmerkungen“ des Bürgervorstehers zum Straßenverkehr in der Elmshorn City

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18. Juni 2019, 15:52 Uhr

Elmshorn | „Statt nach Kollmar oder nach Barmstedt: mal vier oder fünf Stunden in der Stadt etwas Neues entdecken!“ Was es in Elmshorn zu erkunden gibt? „Ein ausgeprägtes Radwegenetz aus kleinen Wegen.“ Bürgervorsteher Andreas Hahn warb während des Bürgerempfangs eindringlich für die Schönheiten seiner Heimatstadt.

Das Schwärmen für die Nebenwege hatte allerdings einen handfesten Grund: „Flamweg, Kaltenweide, Langelohe – das sind schlechte Radwege.“ Statt an diesen Hauptstraßen sollten die Elmshorner lieber auf kleinen Wegen radeln. Hahn, seit Jahrzehnten in der Kommunalpolitik aktiv, räumte schwere Versäumnisse in Elmshorn ein: „Die Stadt hat seit Kriegsende zu wenig für die Radwege getan.“ Das nötige Bewusstsein bei den Verantwortlichen sei erst in den vergangenen Jahren gewachsen.

Beim Bürgerempfang am Sonntag kündigte der Bürgervorsteher an, diese jährlichen Treffen künftig als Forum zu nutzen: „Es wird so üblich sein, dass der Bürgervorsteher einige aktuelle Anmerkungen machen wird.“ Er fing gleich damit an und nahm sich das Thema Verkehr vor. Gleichzeitig machte er klar, dass sich bei öffentlichen Veranstaltungen auch andere zu Wort melden sollen: „Kommen Sie her, diskutieren Sie mit!“

Gerade mal drei Tage vor dem Bürgerempfang hatten die Grünen an gleicher Stelle, im Kollegiumsaal, eine radikale Verkehrswende gefordert: Fahrrad und ÖPNV statt Autos. In einem wichtigen Punkt sagte der CDU-Politiker Hahn das Gleiche: „Es wird in absehbarer Zeit in der Innenstadt keinen gebührenfreien Parkplatz mehr geben.“ Er begründete das allerdings nicht ökologisch, sondern wirtschaftlich: Ein neues Parkhaus soll von einem Privatunternehmen betrieben werden; diese Firma soll vor Konkurrenz durch kostenlose Parkplätze in der Nähe geschützt werden.

An anderer Stelle verwies der Bürgervorsteher auf große Fortschritte: „Der Busverkehr hat sich enorm verbessert.“ Er erinnerte an Zeiten „vor einigen Jahren, als der Bus einmal in der Stunde von Süd nach Nord gefahren ist“. Für den heutigen Busverkehr gebe die Stadt pro Jahr rund eine Million Euro als Zuschuss aus.

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