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Elmshorner Nachrichten

21. Oktober 2017 | 17:59 Uhr

Hafer-Kraftwerk für saubere Energie

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Neuer Plan zur Versorgung des Quartiers Krückau/Vormstegen

Das könnte ein ganz großer Wurf in Sachen Klimschutz werden – und ein enormer Imagegewinn für Elmshorn und die Köllnflockenwerke: Ein von Experten erarbeiteter Plan schlägt vor, das gesamte Quartier Krückau/Vormstegen zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Kernstück des Konzepts: Ein in Deutschland einmaliges Blockheizkraftwerk, das mit Haferschmelze der Köllnflockenwerke betrieben wird. Haferschmelze ist ein biologisches Abfallprodukt bei der Herstellung von Haferflocken und somit auch von Müsli.

Wirklich neu ist die Idee nicht. Bereits vor zehn Jahren diskutierten die Elmshorner Politiker über ein derartiges Biomasse-Kraftwerk zur Wärme- und Stromerzeugung am Hafen. Der Unterschied zum aktuellen Vorschlag ist allerdings gravierend. Aufgrund der technischen Entwicklung ist jetzt nicht mehr von einem das Stadtbild prägenden Kraftwerk-Klotz die Rede, sondern von einem nur zweigeschossigen Gebäude in der Größe eines Einfamilienhauses. Auch eine zusätzliche Befeuerung mit Holzabfällen ist nicht mehr im Gespräch.

Gemeinsam mit zusätzlichen Photovoltaikanlagen könnte der gesamte neue Stadtteil Krückau/Vormstegen einschließlich des neuen Rathauses nur mit erneuerbarer Energie versorgt werden. „Dieses Konzept wäre ein richtiger Beitrag zur Abmilderung des Klimawandels und hätte eine Wirkung weit über die Region hinaus“, meint der Elmshorner Klimaschutzbeauftragte Markus Pietrucha. Er stellte die Idee im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt vor. Seite 3

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