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Elmshorner Nachrichten

17. August 2017 | 01:43 Uhr

Elmshorn : Grüße aus der Vergangenheit

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Wer kann Hans-Gustav Stade helfen? 35 in Sütterlin geschriebene Postkarten warten auf „Übersetzung“.

Einen Schatz zu finden, setzt in der Regel langes Suchen, Forschen, akribisches Recherchieren und Unterstützung von zahlungskräftigen Sponsoren voraus. Nichts von alledem brauchte Hans-Gustav Stade – ihm spielte der Zufall einen Schatz in Form von 35 Elmshorn-Postkarten aus den Jahren 1909 bis 1913 in die Hand.

Sie waren im Besitz einer Familie in Kappeln und kamen über Vermittlung eines Nachbarn von Hans-Gustav Stade in dessen Besitz. Der 3. Öllermann des Heimatvereins Tru un fast zeigte sich begeistert über die Grüße aus der Vergangenheit. Doch leider ergibt sich für ihn das Problem, dass er die Karten nicht lesen kann, da sie in Sütterlin geschrieben sind, bedauert Stade und wandte sich deshalb an die Elmshorner Nachrichten. Er hofft auf Unterstützung von Lesern, die ihm helfen, die Texte zu „übersetzen“ und vielleicht auch Informationen über den Schreiber Johannes Ocksen zu erhalten.

Auf einigen Karten sind wechselnde Adressen notiert. So wohnte er sowohl in der Roonstraße 13 als auch in der Jürgenstraße und der Königstraße 43. Der eifrige Postkartenschreiber sandte seine Grüße an Heinrich Ocksen, Landmann, in Füsing bei Schaalby, Kreis Schleswig.

Die Karten beginnen meist mit der Anrede: lieber Bruder oder liebe Eltern. Mit grünen Fünf-Pfennig-Marken und dem Schriftzug Deutsches Reich beklebt, sind sie oft beidseitig beschrieben und zeigen – teilweise nachkolorierte – Elmshorner Motive. So ist eine baumbestandene Kaltenweide zu sehen, drei Jungen mit knielangen Hosen und Mützen auf dem Kopf schauen neugierig in die Kamera des Fotografen. Der Hasenbusch zeigt das, was der Name verspricht: eine ländliche Idylle. Dort, wo heute das CCE steht, lädt am Ende einer nietenbeschlagenen Brückenkonstruktion über die Krückau (heute: Damm) die Gastwirtschaft: „Zur Schifferhalle“ von Wilhelm Kolster zur Einkehr ein und die Königstraße prangt mit herrschaftlichen Geschäfts- und Wohnhäusern in fast großstädtischem Flair.

Hans-Gustav Stade hofft jetzt auf erhellende Einblicke in das Leben der Familie Ocksen und alltagshistorische Informationen vom Leben und Arbeiten in Elmshorn vor gut 100 Jahren. Nachdem alle seine Fragen beantwortet sind, wird er die Postkarten dem Heimatverein Tru un fast zur weiteren Verwendung überlassen.

Wer Hans-Gustav Stade helfen möchte, kann sich mit ihm in Verbindung setzen unter Telefon (0 41 21) 64 28 20.

 

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erstellt am 20.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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