Grüne neue Kraft in Horst

Die Grünen Sven Wittenburg (von links), Sebastian Asmus-Mrozek und Birgit Asmus-Mrozekt informierten sich gemeinsam mit André Michen (HWG) und Jörn Plöger (CDU) im Amtsgebäude über die Ergebnisse der Kommunalwahl.
Die Grünen Sven Wittenburg (von links), Sebastian Asmus-Mrozek und Birgit Asmus-Mrozekt informierten sich gemeinsam mit André Michen (HWG) und Jörn Plöger (CDU) im Amtsgebäude über die Ergebnisse der Kommunalwahl.

HWG verliert kräftig / SPD unzufrieden

shz.de von
07. Mai 2018, 16:14 Uhr

Das kommunalpolitische Leben in Horst wird bunter. Mit dem Einzug der Grünen in den Gemeinderat werden in der nächsten Legislaturperiode vier Gruppierungen vertreten sein.

Die Wahl am gestrigen Sonntag hatte zum Ergebnis, dass die bislang mit zwölf Vertretern im Gemeinderat sitzende Horster Wählergemeinschaft (HWG) kräftig Federn lassen musste. Sie kam nur noch auf 38,82 Prozent (bei der letzten Wahl waren es noch 60,82 Prozent).

Das liegt wohl auch mit an der Rücktrittsankündigung des langjährigen Bürgermeisters Ernst-Wilhelm Mohrdiek und anderen gestandenen WHG-Vertretern. Nach ersten Berechnungen stellt die HWG noch acht Mitglieder im Gemeinderat.
Zweitstärkste Kraft wird die CDU, die ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl um rund sechs Prozent auf 27,5 Prozent steigern konnte. Sie wird aller Vorrausicht nach mit ihrem Spitzenkandidaten Jörn Plöger auch den Bürgermeister stellen.

Einen Riesensprung auf die kommunalpolitische Bühne in Horst haben die Grünen gemacht. Sie kamen aus dem Stand auf 18,35 Prozent. Die SPD hingegen verlor im Vergleich zur Wahl 2013 nochmals über zwei Prozent und kam nur noch auf 15,33 Prozent.

In einer ersten Stellungnahme zu dem Ergebnis erklärte HWG-Vorsitzender André Michen, dass er eine Verringerung der Mandate erwartet hatte. „Ein Großteil unserer bisherigen Vertreter, die lange Jahre gut für die Gemeinde gearbeitet haben, hat aufgehört. Das wird wohl ein Grund mit dafür gewesen sein, dass wir diesmal nicht so gut abgeschnitten haben“, sagte er. Michen zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir werden auch weiterhin als stärkste Fraktion daran arbeiten, unsere Gemeinde zu entwickeln. Auch ohne die Besetzung des Bürgermeisteramtes“, war seine Aussage. Er schätzte die Chancen auf einen CDU-Bürgermeister Plöger als relativ hoch ein. „Ich könnte mir die Aufgabe als stellvertretender Bürgermeister gut vorstellen“, erklärte der HWG-Chef.

CDU-Spitzenmann Plöger freute sich, dass seine Partei Stimmen hinzugewinnen konnte. Er würde, wenn er gewählt wird, als Bürgermeister alles daran setzen mit allen Fraktionen gut zusammenzuarbeiten. „Es geht um unser Dorf, und nicht um Parteipolitik“, sagte er. Er sehe in der Besetzung der Ausschüsse eine große Herausforderung, da viele Gemeinderatsmitglieder neu seien und sich einarbeiten müssten. „Ich habe aber keine Bedenken, dass wir uns in dieser Arbeit verständigen“, erklärte Plöger.

„Das ist ein sehr schöner Start“, freute sich Birgit Asmus-Mrozek von den Grünen. Das Ergebnis zeige, dass die Grünen eine Lücke in der Horster Kommunalpolitik füllen. „Wir werden alles daran setzen, dass in Zukunft auch ökologische Schwerpunkte in der Gemeinde gesetzt werden“, sagte sie.

Überhaupt nicht erfreut zeigt sich die neue SPD-Ortsvorsitzende Sabine Riep. „Wir werden aber trotzdem weiter zum Wohl der Gemeinde mitarbeiten und unsere Ideen hierzu im Gemeinderat einbringen“, war ihre Aussage.

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