Grubenlauf: Eine Idee bewegt

Die Trommler des Spielmannszugs Klein Nordende-Lieth feuern die Läufer an.
1 von 2
Die Trommler des Spielmannszugs Klein Nordende-Lieth feuern die Läufer an.

439 Läufer liefen für den guten Zweck

Avatar_shz von
20. Mai 2019, 15:53 Uhr

Klein Nordende | „Ab und zu laufen wir sowieso“, zwei bis drei Mal pro Woche joggt Krista Purina aus Klein Nordende. Ihr Freund Pascal Sodemann, auch aus Klein Nordende, ist ehrenamtlicher Fußballschiedsrichter, da kommt er pro Spiel auf zehn bis zwölf Kilometer Laufstrecke; um dafür fit zu sein, trainiert er. Heute treten beide beim Zehn-Kilometer-Lauf in ihrem Heimatdorf an.

Ungefähr eine Dreiviertelstunde sollen die beiden Runden um die Liether Kalkgrube dauern, das hat sich Pascal Sodemann als ehrgeiziges Ziel gesetzt. Krista Purina ergänzt: „Für den guten Zweck“ sind die beiden auch dabei. Denn der Erlös des ersten Kalkgrubenlaufs, der am Sonntag in Klein Nordende stattfindet, geht ans Elmshorner Johannis Hospiz.

Mit 439 Läufern und Walkern zwischen drei und 82 Jahren sind alle Startplätze schon seit einer Woche vergeben, strahlt Organisatorin Andrea Grafe. Sie läuft selbst gern, hat sich eine Strecke rund um die Kalkgrube ausgedacht und ihre Idee im dörflichen Sport- und Kulturausschuss vorgestellt: „Der ganze Ausschuss war begeistert“, erzählt sie. Fürs Organisatorische holte die Gemeinde des Sportverein SV Lieth ins Boot; gemeinsam mit dessen Vertreter Nils Hammermann moderiert Grafe die Veranstaltung. Andere Vereine des Dorfes unterstützen den Lauf und damit das Hospiz mit dem Verkauf von Kaffee und Kuchen oder Bratwurst. Der Spielmannszug hat seine Trommler geschickt, die stehen an der Strecke und feuern die Läufer mit ihren Instrumenten an.

Gelaufen wird fünf oder zehn Kilometer weit, gewalkt ebenfalls. Kinder ab sieben gehen auf eine anderthalb Kilometer lange Distanz – einige laufen auch gleich fünf Kilometer. Für die ganz Kleinen zwischen drei und sechs gibt es ein Wettrennen über 400 Meter. Angefeuert werden sie alle von Klein Nordendern, die an der Strecke stehen oder im Zielbereich ihre Liebsten erwarten.

Doreen Welack vom Johannis Hospiz weiß noch nicht, wie viel Geld bei dieser Veranstaltung für ihre Einrichtung gesammelt wird aus Start- und Spendengeldern und Verkaufserlösen. Aber das ist für sie und ihre Kolleginnen im Info-Pavillon auch erstmal nicht so wichtig. Welack will „Mut machen, zu uns zu kommen, bevor man uns braucht.“ Denn vielen sei das Thema Tod unangenehm. Vom Klein Nordender Engagement ist sie begeistert: „Dieser Ort ist so rührig!“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen