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Elmshorner Nachrichten

23. Oktober 2017 | 19:25 Uhr

Großfeuer und Rakete im Fenster

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Dachstuhl eines Geschäftshauses in Pinneberg in Flammen / Insgesamt ruhiger Jahreswechsel 2015/16

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Ohne größere Vorkommnisse verlief die Silvesternacht in Elmshorn. Zwar hatten die Polizisten in der Krückaustadt mit rund 50 Einsätzen gut zu tun, doch handelte es sich bei allen um kleinere Delikte mit Schreckschusspistolen (die von den Polizisten eingezogen wurden), Sachbeschädigungen durch Böller in Briefkästen oder Streitereien, die geschlichtet werden mussten. „Wir hatten aber nicht mehr als sonst zu tun“, hieß es von den Ordnungshütern. Einzig eine Rakete sorgte für Aufregung in der Königstraße. Sie flog in ein geöffnetes Fenster im dritten Obergeschoss und verletzte eine Person leicht.

Auch die Feuerwehr kann auf eine ruhige Nacht zurückblicken. Vor Mitternacht wurden die Kollegen nur zu zwei Containerbränden gerufen, die die Jahresbilanz auf 412 Einsätze in 2015 erhöhten.

Im Verlauf der weiteren Nacht gab es noch zwei Containerbrände der harmloseren Art und eine Brandmeldeanlage alarmierte die Feuerwehrmänner. Bei nur fünf Einsätzen konnten diese mit 18 Kollegen im Schulungsraum an der Hamburger Straße sogar noch ein klein wenig Silvester feiern.

Das neue Jahr war gerade einmal 14 Minuten alt, da wurde die Pinneberger Feuerwehr zu einem ausgedehnten Dachstuhlbrand gerufen. In der Rabenstraße schlugen Flammen aus einem Geschäftshaus. Schnell wurde Vollalarm nicht nur für die Pinneberger Wehr ausgelöst. Auch Kräfte aus Prisdorf und Schenefeld fuhren in das Vogelviertel.

Anrufer hatten der Kooperativen Leitstelle West in Elmshorn den Brand eines Vordaches an einem Haus an der Rabenstraße in Pinneberg gemeldet. Doch das Vordach entpuppte sich als der Dachstuhl eines großen Geschäftshauses. Bereits wenige Minuten nach dem Alarm waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort. Aus dem Dach quoll dichter Rauch. Unter schwerem Atemschutz drang ein zweiköpfiger Trupp in das Gebäude vor und versuchte den Brand im Innenangriff zu bekämpfen. Beim Vordringen auf den Dachboden kam es aber zu einem Feuerüberschlag in das darunter liegende Stockwerk und dem teilweisen Einsturz der Decke. Der Trupp musste den Innenangriff abbrechen und konnte sich unverletzt ins Freie retten. Aufgrund der Einsturzgefahr konnten die Feuerwehrleute nur von außen über eine Drehleiter und Steckleitern löschen. Während die Pinneberger von der Vorderseite versuchten, die Flammen zu bekämpfen, löschte die Schenefelder Wehr von der Rückseite des unbewohnten Gebäudes aus. Die Löscharbeiten dauerten bis zum Morgen.

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