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„Jazz ’n’ Roses“ : Großes Sommerfest der Live-Musik

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Drei Bands begeistern die Elmshornerinnen und Elmshorner bei der 19. Ausgabe von „Jazz ’n’ Roses“.

Elmshorn | Als ein rundum gelungener Tag der guten Laune mit viel Live-Musik kann die jüngste Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Jazz ’n’ Roses“ im Rosengarten des Liether Stadtparks in Elmshorn bewertet werden, zu der am gestrigen Sonntag erneut zahlreiche Besucher aus der Krückaustadt und Umgebung strömten. Das Wetter zeigte sich bereits vor dem ersten Liveauftritt überaus hochsommerlich, so dass es nicht verwunderlich, war, dass auch viele der Musikfans mit eigenem Picknick-Equipment erschienen und die Grünflächen rund um die Bestuhlung vor der Bühne in Beschlag nahmen.

„Einfach eine klasse Atmosphäre hier“, schwärmte beispielsweise Tim Frädrich aus Uetersen kurz vor dem Beginn des Musikprogramms. Der 35-jährige Industriekaufmann war zum ersten Mal bei „Jazz ’n’ Roses“, weil er „bekennender Fan“ der Gruppe „SteinerTime“ sei, die bei der 19. Auflage der beliebten Open-Air-Reihe den musikalischen Reigen eröffnete. Nachvollziehbar, denn das Hamburger Sextett um Sängerin Elin Bell verstand es vom ersten Akkord an, die Aufmerksamkeit der Anwesenden in Richtung Bühne zu lenken und mit einem eigenwilligen Sound, der stilistisch zwischen Jazz und Pop einzuordnen ist, gut zu unterhalten. Der etwa 60-minütige Auftritt wurde mit reichlich Applaus belohnt.

Diesen erhielt im Anschluss daran auch der Hauptact des Tages, der mit traditionellem Jazz samt „originalem Südstaatensound“ aufwartete: Torsten Zwingenberger mit seiner Band „New Orleans Shakers“. Der 58-jährige Musiker und seine Mitstreiter – darunter als Gast der Saxophonist Ralf Böcker – zeigten bei ihrem Gastspiel große Spielfreude und handwerklich höchstes Niveau. Allein das Schlagzeug-Solo Zwingenbergers, energiegeladen und äußerst präzise, rockte regelrecht den Rosengarten und bewirkte zusätzlich lautstarken Applaus. Keine einfache Situation für die nachfolgenden Künstler, Lena Geue und Band, mochte man meinen, danach das Publikum nochmals begeistern zu können.

Doch dem war nicht so: Die Hamburger Formation sorgte nach einer kurzen Umbaupause mit einem überaus interessanten Sound, gestrickt aus einem innovativen Mix unterschiedlicher stilistischer Einflüsse – von Jazz, Pop bis Soul – für spürbares Aufhorchen unter den Musikfans. Erdige Grooves gingen dabei in die Beine, und die kristallklare Stimme der Bandleaderin, die sich übrigens auch im Gitarren – und Keyboardspiel als äußerst visiert bewies, sorgte für manch einen wohligen Schauer. Lang anhaltender Applaus war der Dank an die Künstler, die mit ihrem Programm die jüngste „Jazz ’n’ Roses“-Veranstaltung beendeten, die offensichtlich gut gefallen konnte.

„Wir sind nächstes Jahr wieder dabei. Das war einfach toll hier – super Location, nette Menschen und abwechslungsreiche Musik. Und das Ganze umsonst und unter freiem Himmel – was will ,Frau’ mehr?“, lautete das Resümee von Annika Brandt (56) aus Norderstedt. Sie war mit zwei Freundinnen aus Elmshorn und Bilsen vor Ort und traf damit vermutlich auch die Meinung der vielen männlichen Besucher.

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erstellt am 12.Jun.2017 | 14:20 Uhr

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