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Klein Nordende : Großes Interesse am Bürgerforum

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Rund 250 Menschen kamen zum ersten öffentlichen Treffen im Gemeindezentrum von Klein Nordende. Hier wurde das Projekt vorgestellt.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2014 | 14:08 Uhr

Klein Nordende | Das Bürgerforum Klein Nordende nimmt Konturen an. Wie groß das Interesse im Dorf an  dem Projekt ist, bewies jüngst das erste öffentliche Treffen im Gemeindezentrum. Knapp 250 Zuhörer waren der Einladung der Initiatoren gefolgt, um sich über das Bürgerforum und dessen Ziele informieren zu lassen. Stefan Escosura gab einen ersten Überblick. Grundidee des Forums sei es, die baulichen Entwicklungen im Ort für die Bürger deutlicher nachvollziehbar zu machen und sie intensiver in die Prozesse mit einzubinden. Dabei gehe es vorrangig um langfristige Ziele, nicht etwa um finanziell utopische Forderungen, beispielsweise nach einem Schwimmbad.

Schon Anfang des Monats hatten sich die Bürgerforum-„Macher“ der Presse gestellt und als Hauptziel einen Dorfentwicklungsplan genannt, der innerhalb eines Jahres stehen soll. „Das ist ein sehr sportliches Ziel“, sagte Escosura. Gleichzeitig betont er, dass Klein Nordendes schon jetzt ein ausgesprochen attraktiver Wohnort sei. „Hier ist in den vergangenen Jahren vieles richtig gemacht worden.“ Im Kern gehe es nun um die Frage, „wie wir diese Qualität bewahren können“. Die Antworten darauf will das Bürgerforum nicht allein den dafür zuständigen politischen Ausschüssen und der Gemeindevertretung überlassen. Die seien zwar auch alle öffentlich, aber oft schlecht besucht, da „nicht sexy“, so Escosura.

Da in Klein Nordende die Immobilien-Nachfrage größer sei als das Angebot, lasse sich der Markt noch bewusst steuern. Das sei ein deutlicher Vorteil gegenüber „anderen Orten nur 20 Kilometer nördlich von hier“. In Zukunft müsse es verstärkt um ein gezieltes Wachstum gehen, wobei man auch im Auge behalten müsse, wo überall in den kommenden Jahren Wohnraum frei werde. Die Gemeindevertretung behalte selbstverständlich ihre Entscheidungsbefugnis, aber das Bürgerforum wolle zukünftig Entscheidungshilfen geben. „Wichtig dabei ist, dass sich aus unseren Zielen dann auch konkrete Projekte ableiten lassen.“

Forum-Vertreter Marco Ader stellte die Spielregeln des Projektes vor. Zu den Grundregeln gehöre, dass man keine Parteipolitik betreibe. Vertreter aus der Politik seien im Forum gern gesehen – aber nur als Bürger, nicht als Vertreter ihrer Parteien. Geplant seien drei Arbeitsgruppen mit den Themenschwerpunkten „Umwelt und Natur“, „Bauen und Wohnen“ sowie „Verkehr“. Diese Gruppen sollen „selbstständig arbeiten“, wobei die internen Fragestellungen und Ergebnisse völlig offen seien. Jede Arbeitsgruppe entsendet einen Vertreter in die sogenannte Lenkungsgruppe, die lediglich einen „koordinierenden Charakter“ habe.

Rund 30 Bürger trugen sich schon während der Forums-Vorstellung in die AG-Listen ein. Die einzelnen Arbeitsgruppen treffen sich erstmals am 6. März ab 19 Uhr im Klein Nordender Gemeindezentrum. Weitere Details auf www.buergerforum-klein-nordende.de.

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