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Elmshorner Nachrichten

13. Dezember 2017 | 03:18 Uhr

Großer Auftritt für kleine Artisten

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Auf dem Schulhof der Astrid-Lindgren-Schule ist der Zirkus Quaiser zu Gast / Vorführungen der Schüler gibt es heute und morgen

shz.de von
erstellt am 21.Jun.2016 | 16:00 Uhr

Wer in diesen Tagen an der Astrid-Lindgren-Schule vorbeikommt, wird seinen Augen kaum trauen. Mitten auf dem Schulhof erhebt sich groß und knallbunt ein Zirkuszelt. Alle vier Jahre ist die Artistenfamilie Quaiser zu Gast in der Grundschule und macht aus den Kindern kleine Artisten.

Im Zelt hat Dajana Quaiser gerade die Seiltänzerinnen in die Manege geholt. Die sechs Mädchen haben sich im Vorfeld für diese Nummer gemeldet, jetzt darf die Erste auf das dünne Drahtseil. Ganz selbstsicher bewegt sie sich an der Hand von Dajana Quaiser, macht einige Schritte nach vorne, dann kommt ein Knicks. „Den Kopf nach oben und ins Publikum schauen“, gibt Quaiser letzte Anweisungen. Dann hat es das Mädchen geschafft und wird mit dem begeisterten Applaus ihrer Mitschüler belohnt. Show ist hier alles. Die Seiltänzerinnen sollen elegant die Arme in die Hüften stemmen, die beiden Fakire in orientalischer Manier die Arme kreuzen. Und wenn die Zauberer ihre Schwerter in den schwarzen Kasten rammen, in dem kurz zuvor ihr Mitschüler verschwunden ist, dann gehört natürlich der entsprechend konzentrierte Blick dazu.

„Für die Kinder ist das ein ganz neues Erlebnis. Selbst schwache Schüler werden hier bejubelt und haben ihren großen Auftritt“, erzählt Lehrerin Anja Wierk. In dieser Woche sind alle 260 Schüler der Grundschule an einem Tag an der Reihe. Finanziert wird das Projekt durch die Eintrittsgelder bei den Vorführungen und durch die Unterstützung des Schulvereins.

Vormittags proben die Kinder mit den Mitgliedern der Zirkusfamilie, abends um 18 Uhr ist der Auftritt vor Eltern und anderen Zuschauern. Dann verwandeln sich die Sechs- bis Zehnjährigen in Luft- und Bodenakrobaten, in Ziegendompteure, Zauberer, Clowns und vieles mehr.

Bei der Schlangennummer trauen sich einige Kinder sogar, den zweieinhalb Meter langen Tigerpython des Zirkus durch die Manege zu tragen. Und bei der Luftringnummer hängen die jungen Artisten an einem Metallring hoch oben in der Luft und zeigen ihre Kunststücke. „Das bringt richtig Spaß, aber als der Ring hochgegangen ist, war das auch erstmal ein kurzer Schock“, erzählt die achtjährige Sara. Ihre Klassenkameradin Lousia ergänzt: „Das fühlt sich an, als ob man fliegt.“

Die Zirkusfamilie Quaiser führt schon seit 16 Jahren Schulprojekte in ganz Norddeutschland durch. „Wir machen zwar auch noch ganz normale Zirkusvorstellungen. Aber die Schulprojekte sind für uns eine sichere Einnahmequelle, dadurch können wir auch immer wieder investieren“, erklärt Zirkuschef Jakob Quaiser. Für Zirkusse werde das Überleben immer schwerer, Quaiser glaubt, dass es in sechs bis sieben Jahren ganz damit vorbei ist.

Aber der Umgang mit den Kindern macht ihm und seiner Familie auch sehr viel Spaß. „Wenn man das Strahlen in ihren Augen sieht, dann ist das das Allerschönste.“ Wer die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule in der Manege erleben möchte, kann heute oder morgen zum Zirkuszelt auf dem Schulhof kommen. Ab 18 Uhr geht es los, der Eintritt kostet sieben Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder.

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