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Elmshorner Nachrichten

23. Oktober 2017 | 12:38 Uhr

Große Oldtimer-Parade im Busch

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Holsteiner Lanz-Bulldog-Club veranstaltete Tag der offenen Scheune in Horst-Hahnenkamp / Auch historische Fahrräder ausgestellt

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2014 | 15:00 Uhr

Für alle Liebhaber alter Traktoren steht bereits jetzt der 29. Mai auf dem Terminkalender. Dann ist in Brokstedt das große Lanz-Bulldog-Treffen – übrigens schon zum 40. Male. Als Vorgeschmack auf das Großereignis trafen sich bereits jetzt die Treckerfreunde des Holsteiner Lanz-Bulldog-Clubs auf dem Hof von Jan Mohr in Horst-Hahnenkamp.


Gut 100 Traktoren rückten an


Gut hundert Traktoren aller Generationen rückten zum Tag der offenen Scheune auf dem Mohr-Hof im Busch an. Und für die stolzen Besitzer gab es viel zu bestaunen. Das kleine Fahrradmuseum der Elmshorner Fahrradgruppe „Rückenwind“ etwa, das auf dem Hof integriert ist – samt historischer Räder in der ehemaligen Melkanlage. Und natürlich die unzähligen alten Trecker, die Jan Mohr selbst über Jahrzehnte hinweg gesammelt hat.

Zu den Schmuckstücken gehört ein Wurr Baujahr 1936. Angetrieben mit zwei Kolben in einem Zylinder wird er von einem 12,5-PS-Motor der Firma Junkers. Das gleiche Fabrikat sitzt im Heck eines Grams Lastkraftschleppers, der 1938 gebaut wurde. Der Universaltrecker konnte mähen, dreschen, Frachtgut und Menschen transportieren. Das Vehikel hat eine starre Treibachse und war bis 1990 das Hauptfahrzeug eines Landwirts in Mecklenburg.

Selten ist auch ein Fendt-Dieselross mit mechanischem Kraftheber. Gleich nebenan stehen Schlepper von Miag, Stock, Primus sowie Orenstein und Koppel, eine Firma, die während des Krieges MBA heißen musste. Der Zettelmeyer Z 1 von 1939 aus dem Nachbardorf weist immer noch Einschüsse im Kotflügel auf – Spuren vom Milchfahren während der letzten Kriegstage.


Ein Exot grün lackiert


Die meisten der Trecker stammen aus den 30er- bis 50er-Jahren. Mittendrin ein Exemplar der Firma Fahr, Baujahr 1954. Die Besonderheit: Es ist grün lackiert – und nicht in der Standardfarbe Rot. Die Erklärung ist ganz einfach: Der Vorbesitzer hatte auf seinem Hof das Feuerwehrauto des Dorfes untergestellt. Und ein weiteres rotes Fahrzeug wollte er nicht. So ließ er seinen Traktor in einem alternativen Farbton spritzen.

Viele der gezeigten Oldtimer sind noch fahrbereit. Dazu gehören ein Lanz Bulldog D 1666, der Mitte der 50er-Jahre produziert wurde. Weil der Erfolg der Baureihe ausblieb, wurde sie rasch wieder eingestellt. Die Liste der Raritäten, die die Lanz-Bulldog-Freunde präsentierten, ließe sich noch beliebig fortsetzen.

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