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Feuerhaus Elmshorn : Große Ehrung für Opfer-Helfer

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Nach dem Großbrand im Hochhaus in der Beethovenstraße: Fünf Frauen wurden für ihr besonderes Engagement mit Urkunde der Stadt ausgezeichnet.

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2014 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Die schrecklichen Bilder des Feuer-Dramas Ende Juni im gelben Hochhaus an der Elmshorner Beethovenstraße sind vielen Menschen noch im Kopf. 100 Wohnungen wurden durch Flammen und Löschwasser zerstört. Mehr als 160 Personen standen vor dem Nichts. Nur durch den beherzten Einsatz Elmshorner Bürger konnte den Opfern des Brandes schnell mit dem Notwendigen geholfen werden. Jetzt ehrte die Stadt Elmshorn stellvertretend für alle Helfer fünf Frauen, die mit persönlichem Einsatz die Soforthilfe organisierten. Sie erhielten von Stadtrat Dirk Moritz in der Weißen Villa offizielle Dankurkunden überreicht. Einmalig bisher in Elmshorn.

„Ihr Engagement ging weit über das hinaus, was man normalerweise leisten kann“, sagt Moritz bei der Übergabe. „Ein warmer Händedruck ist bei weitem nicht genug. Die Urkunde sorgt dafür, dass ihr Engagement allen in Erinnerung bleibt“, ergänzte der Stadtrat. Mit der unnachgiebigen Arbeit seien „Ute Pohl, Suzan Staben, Manuela Wendt, Nicole Lorentz und Nicole Jung Vorbilder in unserer Gesellschaft“.

Auf der Urkunde ist geschrieben: „ Für Ihren ehrenamtlichen Einsatz zur Unterstützung der Betroffenen der Brandkatastrophe in der Beethovenstraße sprechen wir Ihnen hiermit im Namen der Stadt Elmshorn unseren Dank aus. Sie beweisen, dass Werte wie Mitmenschlichkeit und Solidarität in Elmshorn gelebt werden.“

Neben der Urkunde erhielten die Oper-Helfer Eintrittskarten für die Gala der Wirtschaftsjunioren in der Elmshorner Nikolaikirche.

Wochenlang waren die fünf Initiatoren der „Hilfe für die Beethovenstraße“ im Einsatz. Gleich nach dem Brand (in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni) organisierten sie im Internet eine Plattform zum Austausch. Schließlich entwickelte sich daraus eine große Initiative. Die Freiwilligen sammelten und verteilten Spenden, organisierten und betreuten eine zentrale Spendenstelle. Sie opferten Freizeit, Urlaub und Überstunden.

Erste Spenden kamen in einem leerstehenden Laden auf Klostersande zusammen, danach war der ehemalige Schlecker-Markt an der Schulstraße Anlaufstelle für Spender und Brandopfer. „Im Fünf-Minutentakt kamen Spenden“, erklärte Nicole Jung. Die Scham, sich mit Spenden neu einzukleiden, war anfangs noch groß. Doch nach und nach holten Betroffene Hunderte Hosen, Hemden, Shirts und auch später Möbel, Elektrogeräte und Lebensmittel bei der Initiative ab. Der Krisenstab im Rathaus verbuchte in den vergangenen Wochen mehr als 350 Spendenangebote und Tausende Anrufe.

Von den betroffenen Feueropfern haben bis auf drei Personen alle bereits eine neue Bleibe gefunden. Der Auslöser des Brandes ist weiterhin nicht geklärt. Auch die Höhe des Schadens konnte abschließend noch nicht ermittelt werden.

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