Elmshorn : Großbrand im Hochhaus

Löschangriff in luftiger Höhe: Das Feuer war auf dem Dachboden des achtstöckigen Hauses an der Beethovenstraße in Elmshorn ausgebrochen. Die Brandbekämpfer brachten es erst nach sechs Stunden unter Kontrolle.
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Löschangriff in luftiger Höhe: Das Feuer war auf dem Dachboden des achtstöckigen Hauses an der Beethovenstraße in Elmshorn ausgebrochen. Die Brandbekämpfer brachten es erst nach sechs Stunden unter Kontrolle.

Elmshorn: 200 Menschen verlieren ihre Wohnungen / 430 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen

shz.de von
23. Juni 2014, 10:16 Uhr

Elmshorn | Großeinsatz nach dem WM-Deutschland-Spiel: Beim Brand eines Hochhauses an der Beethovenstraße in Elmshorn sind am späten Sonnabend acht Menschen verletzt worden. Die 105 Wohnungen sind unbewohnbar. 200 Mieter sind betroffen. 430 Einsatzkräfte waren stundenlang im Einsatz. Sie verhinderten, dass das Feuer auf den benachbarten Wohnblock übergriff. Die Brandursache ist unklar. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehr als eine Million Euro.

Das Feuer war um 22.50 Uhr auf dem Dachboden ausgebrochen. Als die ersten Brandbekämpfer eintrafen, hatte es sich bereits über die komplette Länge des Dachtrakts ausgebreitet. Die Einsatzleitung alarmierte fast im Minutentakt weitere Feuerwehren aus der Umgebung nach. Über vier Drehleitern und ein Teleskopmastfahrzeug kühlten die Einsatzkräfte das Dach mit Wasserwerfern. „Eine direkte Brandbekämpfung war erst möglich, als sich das Feuer durch die mehrlagige Dachpappe gefressen hatte“, berichtete Kreisfeuerwehrsprecher Michael Bunk. „Den gefährlichsten Part hatten die Trupps, die im Gebäude über die beiden Treppenhäuser unter schwerem Atemschutz vorgingen.“

Erst gegen 5 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis 11 Uhr hin. Wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung wurden sieben Bewohner in den Regiokliniken Elmshorn und Pinneberg behandelt. Die übrigen, wohnungslos gewordenen Mieter kamen in der Sporthalle der Elsa-Brändström-Schule, in einem Hotel und bei Verwandten oder Freunden unter.

Bürgermeister Volker Hatje – der wegen des Brands einen Besuch in Wittenberge abbrach – will heute bei einem Krisentreffen nach Lösungen suchen, wie den Betroffenen geholfen werden kann.

Bislang stehen folgende Hotlines zur Verfügung:

Hotline für betroffene Bewohner: (04121) 231-472

Hotline Spendenangebote: (04121) 231-465

Angebote von Wohnraum: (04121) 231-279

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