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Kästner-Schule in Elmshorn : Größte Schule des Landes eingeweiht

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ministerpräsident Torsten Albig und die Bundesbauministerin Barbara Hendricks weihen in Elmshorn größte Schule des Landes ein.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | 49 Klassenzimmer, 20 Fachräume, eine Mensa und ein Veranstaltungs-Forum für 1386 Schüler und 118 Lehrer auf 17600 Quadratmetern – die Erich Kästner Gemeinschaftsschule ist die größte Schule des Landes und ihr Neubau nach einhelliger Meinung ein echtes Schmuckstück.

Dennoch war es wohl kein Zufall, dass die Bigband der Schule als erstes Stück bei der Eröffnungsfeier des neuen Gebäudes den Soundtrack des Films „Mission Impossible“ auswählte. Seit dem Baubeginn im Jahr 2010 hatten zwei Insolvenzen von Bauunternehmern, gleich mehrere Baufehler und nicht zuletzt ein großer Korruptionsskandal bei den Verantwortlichen für so manches graues Haar und beim Bau für einige Verzögerungen gesorgt. Umso engagierter hatte sich die ganze Schule in die Vorbereitungen der großen Feier gekniet. Den Anfang machte die komplette Schülerschaft um 9.30 Uhr mit einem großen „Flash-Mob“: Nach einem Countdown nahmen die Jugendlichen ihre neue Schule mit einem Tanz zu „Wild & Free“ von Lena Meyer-Landrut in Besitz. Gleichzeitig flogen bunte Banner aus den obersten Stockwerken und schmückten das Gebäude für seinen Tag.

Beim Festakt waren Ministerpräsident Torsten Albig und die Bundesministerin für Bau, Barbara Hendricks, die Ehrengäste. Hendricks hob die Bedeutung der Schule für den Stadtteil hervor. „Diese Schule öffnet sich für ihr Umfeld und wird zum sozialen Raum.“ Weil die Stadt bei der Planung den „verzwickteren Weg“ gewählt und mit mehr Aufwand und Kosten einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben hätte, sei sie zuversichtlich, dass das Gebäude „nicht das gleiche Schicksal wie sein Vorgänger ereilt und nach 40 Jahren verschrottet werden muss“. Auch Architekt Jürgen Böge sagte, man habe bei der Planung und beim Bau viel Wert auf hochwertige Materialien und Nachhaltigkeit gelegt. „Damit ist dieser Neubau eine erste Antwort auf zukünftige Aufgaben, die mit den maroden Schulen aus den 70er Jahren auf uns zukommen.“

Zeigten Flagge: Torsten Albig (l.) und Volker Hatje. (Foto: Pfeiffer)
Zeigten Flagge: Torsten Albig (l.) und Volker Hatje. (Foto: Pfeiffer)
 

Torsten Albig freute sich darüber, dass in der heutigen Zeit die Schulen an Stelle der Banken „die Kathedralen der Gesellschaft“ sind. „Bei der KGSE hat man sich dafür entschieden, in das Wichtigste zu investieren, was wir haben: In unsere Zukunft.“ Deshalb, das betonte Schulleiter Andreas Weßling in seiner Rede, gehört die Schule auch nur juristisch der Stadt. Vielmehr sei sie die Schule der Schüler und Lehrer, die sie jeden Tag mit Leben füllen.

Beim Flash-Mob tanzten die Schüler der KGSE zu „Wild & Free“ von Lena Meyer-Landrut auf dem Schulhof. (Foto: Pfeifer)
Beim Flash-Mob tanzten die Schüler der KGSE zu „Wild & Free“ von Lena Meyer-Landrut auf dem Schulhof. (Foto: Pfeifer)
 

Bürgermeister Volker Hatje konnte sich in seiner Ansprache einen kurzen Seitenhieb in Richtung der Landesregierung nicht verkneifen: Der Bau der Schule belaste die Stadt außerordentlich – obwohl man mit 36 Millionen Euro voll im Kostenplan geblieben sei. „Deshalb richte ich einen Appell an die Landesregierung, sich das mit der Städtebauförderung noch einmal zu überlegen.“

Für kurzweilige Pausen zwischen den Reden sorgten die Schülervertreter Aline Hell und Michael Morisch. Per Video-Liveschaltung fahndeten sie in der Schule nach einer Foto-CD vom Bau. Am Ende fand die sich natürlich wieder – und bescherte dem fahnenschwenkenden Publikum einen stimmungsvollen Abschluss zur Melodie von „Pomp and Circumstance“.

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