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Elmshorner Nachrichten

28. Juni 2017 | 14:11 Uhr

Graziella BB überzeugt Holsteiner

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Verbandsstutenschau Die Siegerstute kommt aus Seeth-Ekholt / Das teuerste Fohlen wird für 18 000 Euro verkauft

Graziella BB heißt die Siegerin der Elitestutenschau 2017 bei den Holsteiner Pferdetagen. Die dreiköpfige Stutenprämierungskommission befand, dass die Casall-Tochter aus der Zucht und dem Besitz von Manfred Birchler die Zuchtziele der Holsteiner am besten verkörpert und kürte sie zur Idealstute des Jahrgangs 2014.

Damit gewann ein Pferd, das einem Schweizer gehört, wie auch das Doppel B im zweiten Namensteil signalisiert. Denn es steht für den Nachnamen des Züchters und seinen Wohnort Bilten. Die Schweiz hat die Stute jedoch noch nie gesehen, denn sie wuchs bei dem Seeth-Ekholter Züchter Sören Brühe auf und kehrt nach ihrer Kür auch wieder dort in die Stutenherde zurück. Sie soll im nächsten Jahr ihr erstes Fohlen auf die Welt bringen.

Auf die Stutenschau vorbereitet hat sie Roland Metzler, der mit Graziella BB sowie fünf weiteren Stuten in Tornesch das elegante Schreiten und Traben am Zügel geübt hatte. Er war es auch, der nach der Siegerehrung mit der Braunen geduldig für ein Fotoshooting posierte.

Insgesamt waren 60 Stuten aus dem Verbandsgebiet für die Schau in Elmshorn angereist. Sie hatten zuvor bei den Stutenschauen in ihren Körbezirken vordere Plätze belegt und sich so für den Endausscheid am Mittwoch qualifiziert. Auf Hochglanz poliert und mit eingeflochtener Mähne stellten sie sich am Vormittag dem Holsteiner Zuchtleiter Dr. Thomas Nissen, Hans Joachim Ahsbahs und Dr. Eva-Maria Junkelmann. In sechs Gruppen, die als Ringe bezeichnet werden, weil hier die Stuten am Zügel im Kreis hintereinander geführt werden, ging es für jedes einzelne Pferd darum, erneut positiv ins Auge zu fallen. Und zwar im Hinblick auf einen möglichst perfekten Körperbau, eine attraktive Abstammung und den Bewegungen im Schritt und Trab.

Aus diesen Stuten qualifizierten sich 16 für den Endring am Nachmittag. Hieraus wählte die Prämierungskommission neben der Siegerstute auch die erste und zweite Reservesiegerin sowie das beste Bewegungspferd. Außerdem konnten die Stuten am Dienstagabend zum ersten Mal in der Holsteiner Geschichte in der Fritz-Thiedemann Halle ihr Sprungvermögen in einem Freispringen demonstrieren. Diese Prüfung ist bei der Hengstkörung fester Bestandteil bei der Suche nach den besten Nachwuchsvererbern, für die künftigen Zuchtstuten war das Freispringen freiwillig. 15 Stuten stellten sich dem Wettbewerb, vier schafften es in die Auswahl der Besten. Darunter war auch die Reservesiegerin Galina aus der Zucht und dem Besitz des Hetlinger Springreiters Rasmus Lüneburg. Denn Galina hatte durch den Sprungwettbewerb am Vorabend nichts von ihrer Frische und Ausstrahlung eingebüßt. In die Holsteiner Pferdetage waren zudem die sportlich orientierten Landeschampionate der drei bis sechsjährigen Nachwuchspferde und eine Fohlenauktion eingebettet. Das teuerste Fohlen, eine dunkelbraune Quibery-Tochter, kostete 18  000 Euro und fand französische Besitzer. Nicht weit umziehen müssen die beiden Hengstfohlen, die Herbert Ulonska vom Hell Stallion Stud in Klein Offenseth Sparrieshoop ersteigerte. Er bezahlte für einen Van Gogh-Nachfahren mit 16  500 Euro den zweithöchsten Preis. Der Erwerb eines Cash and Carry-Sohnes war ihm 13  500 Euro wert.

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