Graue Erbsen

Seit 25 Jahren kommen die ehemaligen Mitglieder des „Tanz Turnier Clubs Elmshorn“ zum alljährlichen Graue-Erbsen-Essen in die Margarethen-Klause.
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Seit 25 Jahren kommen die ehemaligen Mitglieder des „Tanz Turnier Clubs Elmshorn“ zum alljährlichen Graue-Erbsen-Essen in die Margarethen-Klause.

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14. Februar 2018, 16:00 Uhr

Hier schmeckt es am besten“, sind sich die ehemaligen Mitglieder des „Tanz Turnier Clubs Elmshorn “ einig. Seit 25 Jahren steht ein Termin im Jahr für sie fest: Faschingsdienstag werden Graue Erbsen in der Margarethen-Klause gegessen. Nicht nur für die Tanzsportler, sondern auch für den Großteil der Elmshorner Bevölkerung gehört das ehemalige Viehfutter zu Fasching auf den Tisch.

Verschiedene Legenden ranken sich um das traditionelle Elmshorner Gericht. Fragt man die Gäste des Restaurants, hat jeder eine etwas andere Geschichte zu erzählen. Allen gemein ist die Hungersnot während des Dreißigjährigen Krieges, in der die Belagerten das ursprüngliche Tierfutter einkochten und zu einem schlichten Gericht umfunktionierten.

Seit 42 Jahren stehen die Hülsenfrüchte auch in der Margarethen-Klause jährlich auf der Speisekarte. Heutzutage aber gar nicht mehr so schlicht wie früher, werden sie nun mit Kohlwurst, Kasseler und Kartoffeln gereicht. 30 Kilo Kapuzinererbsen werden für das traditionelle Essen dann an Rosenmontag und Faschingsdienstag verarbeitet. „Wenn man die Erbsen um zehn Uhr aufsetzt, platzen sie um zehn vor sechs pünktlich auf“, weiß die Inhaberin Elke Pöhlmann aus langjähriger Erfahrung über die Zubereitung.

Auch die Stammgäste des Restaurants, die teilweise sogar den Weg aus dem Umland in Kauf nehmen, schätzen das deftige Erbsengericht. Nicht zuletzt aufgrund des geselligen Beisammenseins und der fröhlichen Atmosphäre, die das Traditionsessen zu einem gemeinsamen, alljährlichen Event macht.

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