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Elmshorner Nachrichten

14. Dezember 2017 | 05:47 Uhr

Lichtermarkt : Glühwein im Frühling

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das Elmshorner Stadtmarketing zieht eine positive Bilanz für 2015. Es seien deutlich mehr Besucher als 2014 in der City gewesen.

shz.de von
erstellt am 24.Dez.2015 | 09:58 Uhr

Elmshorn | Der Elmshorner Lichtermarkt, der am heutigen Heiligabend gegen 14 Uhr seine Tore für dieses Jahr schließen wird, sollte eigentlich ein typischer Weihnachtsmarkt sein, der üblicherweise im Winter stattfindet. Nun, dem war nicht so – was am Wetter lag. Dieses zeigte sich in den vergangenen Wochen durchweg wenig winterlich – kein Eis und Schnee, dafür Temperaturen im zweistelligen Bereich über Null.

Aber trotz des gefühlten Frühlings kann der Elmshorner Lichtermarkt 2015 als Erfolg gewertet werden. „Wir sind mit dem Verlauf des Lichtermarkts in diesem Jahr sehr zufrieden“, erklärt Manuela Kase vom Stadtmarketing-Verein Elmshorn. Die Besucherfrequenz sei hoch gewesen und die Angebote drumherum – wie die feierliche Eröffnung mit dem schwebenden Engel am Kran, die Weihnachtsparade, Kutschfahrten und Feuerkunst mit den Feuerfeen – wurden in der Regel gut angenommen.

„Wir haben deutlich mehr Besucher in diesen Wochen in der City gehabt als im Vorjahr. Davon viele Personen, die gezielt den Weihnachtsmarkt aufsuchten“, betont Kase. Für sie sei dies eindeutig ein Beleg dafür, dass auch das Konzept, den Lichtermarkt familienfreundlich zu gestalten, aufgegangen sei. „Vor allem war zu bemerken, dass wir mit der Gestaltung des Marktes richtig lagen. Die Schirme, Fässer und Hütten passten gut zusammen und boten ein gemütliches Ambiente, das zum Verweilen einlud. Unsere Krippe und der Fotopoint wurden darüber hinaus sehr viel von Familien mit Kindern aufgesucht, die dort Weihnachten buchstäblich zum Anfassen erleben beziehungsweise schöne Fotos machen konnten“, so Kase.

Gut integriert hätten sich auch die Neulinge unter den Standbetreibern in dem 17 Holzhütten starken Weihnachtsdorf vor der St.-Nikolai-Kirche, die das Angebotsspektrum unter anderem mit Burgunderschinken und Kindermode aus Peru aufstockten.

Hinsichtlich des Abverkaufs von Heißgetränken machten die Strandbetreiber unterschiedliche Erfahrungen. „Der Verkauf von Glühwein war ähnlich gut wie im Vorjahr“, berichtet beispielsweise Klaus Rüdiger Pirsig vom Stand des Verkehrs- und Bürgervereins (VBV), der keinen Nachteil durch die milde Witterung verzeichnen konnte. Er räumte allerdings ein, dass eine neu eingerichtete gemütliche Sitzecke am VBV-Stand sehr großen Anklang bei den Besuchern fand – vor allem bei älteren Mitbürgern. Dies führte dann zu längeren Verweilzeiten mit einem entsprechenden höheren Bedarf an Getränken.

Deutlich weniger Glühwein als in früheren Jahren wurde dagegen am Stand von Michael Preher umgesetzt. „Das ist einfach zu warm für Glühwein“, betont Preher, der sich aber insgesamt nicht über zu wenig Betrieb und Umsatz beschweren wollte, denn leckere Bratwürste, Pommes Frites und andere heiße Köstlichkeiten wurden in großer Anzahl über die Tresen gereicht – und das nicht nur zur Mittagszeit.

Wie dem auch sei: Zu einem großen Umsatzboom auf dem Elmshorner Lichtermarkt – auch im Hinblick auf Glühwein – wird es mit Sicherheit am heutigen späten Vormittag kommen, wenn sich wenige Stunden vor dem offiziellen Ende des Marktes zahlreiche Bürger der Krückaustadt wieder vor St. Nikolai treffen, um sich gemeinsam und ausgiebig auf das bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen.

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