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Elmshorner Nachrichten

19. August 2017 | 19:02 Uhr

„Gloria“ sucht Verstärkung

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Vereinschef Grobe hofft auf weitere Crewmitglieder / Tickets für viele Ausfahrten noch erhältlich

Elmshorns Traditionsschiff ist in die Saison gestartet. Der Ewer „Gloria“ stattete zum Auftakt der Fähre Kronsnest einen Besuch ab. Die Nachfrage nach Fahrten mit dem Segelschiff ist auch in diesem Jahr wieder groß. Die ersten Touren sind bereits ausverkauft, es gibt aber noch genügend freie Plätze. „Allerdings ist die Auswahl nicht mehr ganz so groß, wenn eine Gruppe mitfahren will. Ich rate dazu, bald mit uns Kontakt aufzunehmen“ empfiehlt Ulrich Grobe, Vorsitzender des „Gloria“-Freundevereins.

Momentan betreiben 15 ehrenamtliche Mitglieder die „Gloria“, die 1898 auf der Kremer Werft gebaut wurde. Doch die Crew könnte gern größer sein, sagt Grobe. „Ich finde die ‚Gloria‘ eine tolle Möglichkeit, mit netten Kameraden auf das Wasser zu kommen, ohne gleich ein eigenes Boot haben zu müssen“, wirbt auch Crew-Mitglied Thomas Podschus. Der Verein sucht weitere Leute, die sich aktiv am Fahren und Pflegen beteiligen wollen. Die wenigsten Aktiven müssen dabei eine seemännische oder segelsportliche Vorbildung haben. „Man muss nur Spaß am Gebrauch von Kopf und Händen haben“, betont Grobe. „Das Fachwissen und die Erfahrung kommen dann vor allem in der Praxis.“ Zusätzlich werden in den Wintermonaten Schulungen angeboten. „Willkommen sind alle, die sich für das Schiff interessieren. Dabei sollte ein monatlicher Zeitaufwand von zwei bis drei Tagen zwischen Mai und Oktober eingeplant werden. Dieser kann dann flexibel anhand des Fahrplans ausgesucht werden“, erläutert der Vorsitzende.

Die Vorbereitungen auf diese Saison seien reibungslos verlaufen. „Der milde Winter hat dem Ewer gut getan“, berichtet Grobe. „Wir konnten die ganze Zeit am Schiff arbeiten und in den Werkstätten viele Teile überholen“ Ersetzt wurden die Jütbäume, lange Rundhölzer zum Legen des Mastes. Die hölzernen Lukendeckel wurden geschliffen und gestrichen, ebenso wie am Schiff innen und außen. Die technischen Einrichtungen vom Motor bis zu den Blöcken wurden überholt und für die Saison fit gemacht. Das Großsegel wurde in der Segelmacherei repariert. „Wir können sehr zufrieden sein, dass Crewmitglieder mittwochs und oftmals auch darüber hinaus am Schiff arbeiten“, betont Grobe. „Das spart Kosten und versetzt das ganze Schiff auch für diese Saison wieder in den gewohnten erstklassigen Zustand. Wir freuen uns jetzt auf viele am alten Schiff interessierte Gäste.“

Wer sich für eine Fahrt interessiert, sollte frühzeitig buchen, rät Grobe. Er schwärmt besonders von der Tour am 17. Mai von Glückstadt nach Itzehoe, einem Ganztagesausflug. Die „Gloria“ legt um 10 Uhr in Glückstadt ab und fährt mit der Tide elbab. „Hinter dem Störsperrwerk kentert die Tide und die auflaufende Flut trägt uns die Stör aufwärts vorbei an Wewelsfleth und der Störfähre ‚ELSE‘ durch die Klappbrücke in Heiligenstedten unter der neuen Autobahnbrücke hindurch bis in den Hafen von Itzehoe“, berichtet Grobe. Von dort erreiche man in etwa 15 Minuten Fußweg die Bahn, die stündlich nach Glückstadt zurückfährt.

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