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Elmshorner Nachrichten

20. November 2017 | 09:04 Uhr

Glasfasernetz für die Innenstadt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stadtwerke Hallenbadsanierung beherrscht dieses und nächstes Jahr / E-Mobilität gewinnt an Bedeutung

shz.de von
erstellt am 15.Jul.2017 | 16:19 Uhr

Einen Gewinn erwartet – und einen Verlust in Höhe von 1,8 Millionen Euro präsentiert bekommen. Der Schock von 2012 wirkt auch Jahre später nach. Kein Wunder, dass Siegfried Golz (CDU), Vorsitzender des Stadtwerkeausschusses, das Ergebnis der Stadtwerke Elmshorn für das Jahr 2016 als „sehr gut“ bezeichnet.

Ein Plus in Höhe von 1,77    Millionen Euro. Die Stadtwerke sind unter der Leitung von Sören Schuhknecht – er übernahm die Verantwortung im Januar 2013 – längst wieder in die Gewinnzone gekommen.

„Auch wir müssen uns dem harten Wettbewerb stellen, wollen noch besser werden“, sagt Schuhknecht. Effizienz, Kundenorientierung, Service, neue Produkte und neue Ideen: Auch die Elmshorner Stadtwerke setzen längst nicht mehr nur auf den Verkauf von Energie. Das Glasfasernetz soll in den kommenden fünf Jahren flächendeckend ausgebaut werden. Schon 2018 werden die Stadtwerke in der City, in der Königstraße und am Alten Markt, das schnelle Internet für Gewerbetreibende und Kunden anbieten. Damit entsteht im Herzen der Stadt ein kostenloses W-Lan-Netz.

Das Thema E-Mobilität spielt laut Schuhknecht in Zukunft eine immer größere Rolle. „Wir glauben daran, dass dieses Thema weiter an Fahrt gewinnen wird“, sagt der 46-Jährige. Die Stadtwerke wollen die Lade-Infrastruktur in Elmshorn, aber auch im Umland weiter ausbauen. Die Fahrzeugflotte des Unternehmens – immerhin 55 Fahrzeuge – soll innerhalb der kommenden Jahre auf E-Antrieb umgerüstet werden. „Die Stadtwerke Elmshorn verstehen sich als Dienstleister und Partner für die Menschen und Unternehmen in unserer Region“, sagt Schuhknecht. Diese Verortung ist dem Chef wichtig. Ebenso wie der Einsatz der Stadtwerke für den lokalen Klimaschutz. „Seit 2011 beliefern wir unsere Kunden mit Ökostrom, ohne dass sie dafür mehr bezahlen müssen.“ Der eigene Energieverbrauch konnte im Vergleich zum Jahr 2015 um 15 Prozent gesenkt werden. „Langfristig ist Klimaneutralität unser Ziel“, sagt Schuhknecht.

Der Neubau des Hallenbads: ein beherrschendes Thema in diesem und im Jahr 2018. Die Stadtwerke müssen eine Investition in Höhe von 14 Millionen Euro stemmen. „Wir werden das mit Eigen- und Fremdmitteln finanzieren“, betont der Werkleiter. Ein Finanzplan werde gerade erarbeitet. Vom Gewinn 2016 können die Stadtwerke 935  862 Euro in die eigenen Rücklagen packen. Das hat das Stadtverordneten-Kollegium am Donnerstagabend beschlossen.

Während andere Stadtwerke in anderen Städten auf Spaßbäder setzen, setzt Schuhknecht einen anderen Schwerpunkt: „Das wird ein Familienbad, in dem mit den 25-Meter-Bahnen auch das Schwimmen möglich ist.“

Dass der Badepark für die Stadtwerke ein Defizitgeschäft ist, beschert Schuhknecht keine schlaflosen Nächte. „Der Badepark ist Daseinsvorsorge für die Menschen in Elmshorn und in der Region.“ Trotzdem: Der Stadtwerke-Chef hofft natürlich auf ein paar Sonnentage mehr und damit auf mehr Besucher, die Eintritt zahlen. Denn am Ende soll auch die Bilanz 2017 ein positives Ergebnis für die Stadtwerke ausweisen.

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