Breitbandausbau : Glasfaser: Vodafone erweitert das Angebot in Elmshorn

Das Telekommunikationsunternehmen Vodafon hat seine erste Ausbaustufe eines schnellen Kabel-Glasfaser-Netzes in Elmshorn abgeschlossen.
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Das Telekommunikationsunternehmen Vodafon hat seine erste Ausbaustufe eines schnellen Kabel-Glasfaser-Netzes in Elmshorn abgeschlossen.

Das Unternehmen verspricht Raten von bis zu 200 Mbit pro Sekunde. Stadtwerke merken an, dass es sich um einen Maximalwert handelt.

shz.de von
09. Januar 2018, 12:30 Uhr

Elmshorn | Schnelles Internet für Elmshorn – so lautet das Versprechen des Telekommunikationsunternehmens Vodafone. Das Unternehmen hat kräftig in die Netz-Infrastruktur der Stadt investiert und erklärt nun, dass die erste Stufe des Ausbauprogramms abgeschlossen sei. Ab jetzt sollen alle 24.000 Haushalte, die an das Kabel-Glasfasernetz von Vodafone angeschlossen sind, mit einer Bitrate von bis zu 200 Megabit pro Sekunde im Internet surfen können, meldet das Unternehmen. Und damit nicht genug: in etwa 7000 Elmshorner Haushalten sei schon jetzt eine noch höhere Rate von 500 Mbit/s möglich. Ab Ende 2020 soll zudem im gesamten Vodafonenetz eine Geschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde möglich sein.

Für viele Unternehmen und Bürger, die sich schnelleres Internet wünschen, ist das eine gute Nachricht – zumindest auf den ersten Blick. Denn bei allen Versprechungen der deutsch-britischen Firma kommt eine Wendung besonders oft vor: es ist möglich. „Für viele Kunden ist zunächst nicht ersichtlich, dass es sich hier um eine Maximalangabe handelt“, sagt Sören Schuhknecht, Chef der Elmshorner Stadtwerke. Auch die Stadtwerke bauen die Netzinfrastruktur auf Breitbandniveau in der Stadt aus – eine flächendeckende Abdeckung hat das städtische Glasfasernetzwerk jedoch noch nicht. „Das ist unser Ziel, das wir in den nächsten Jahren erreichen wollen“, sagt er. Abhängig sei der Ausbau jedoch von den Entscheidungen der Elmshorner Politik.

Vodafone gegen die Stadtwerke: Der Konkurrenzkampf hat begonnen. Laut Schuhknecht würden sich die Stadtwerke jedoch ganz wesentlich von Vodafone unterscheiden. Laut Schuhknecht würden Kunden bei den Stadtwerken keine „bis zu“-Leistung bekommen, sondern genau die Bitrate, die sie bestellt haben. Der Anschluss direkt ins Haus würde zu einem stabilen Datenverkehr reichen; wenn der Nachbar gerade ein Film herunterlädt „kriegen sie davon gar nichts mit.“ „Deshalb sind unsere Produkte mit denen von Vodafone nicht vergleichbar.“

Wieviele Haushalte bisher an das Stadtwerke-Glasfasernetz angeschlossen sind, konnte Schuhknecht nicht sagen. Fakt sei aber, dass der Ausbau laufe und vorangetrieben wird. Auch das Ziel von Vodafone, bis 2020 ein Gigabit pro Sekunde zu erreichen, sei ein Vorgaben, das die Stadtwerke ebenfalls erreichen wollen.

„Wie jedes Unternehmen wollen auch wir eine Rendite erwirtschaften. Der Unterschied ist, bei uns fließt das Geld zurück in die Region“, sagt Schuhknecht. Das Angebot der Stadtwerke für Breitbandanschlüsse ist teurer als das von Vodafone gibt er zu. Punkten wollen die Stadtwerke mit der stabilen Bitrate und einem Kundenservice, der vor Ort ist und schnell helfen kann. „Bei uns landen Sie nicht in einem Call-Center.“

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