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Elmshorner Nachrichten

20. August 2017 | 03:02 Uhr

Giftige Deko: Politik fordert Überprüfung

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stadtverordnete stimmen City-Begrünung zu / Lorbeerkirsche steht zur Debatte

Die Elmshorner Königstraße wird begrünt. Die Frage bleibt: Wie? Denn die Stadtverordneten haben der geplanten Begrünung nur mit einem Zusatzwunsch zugestimmt. Die Politiker fordern, dass die Verantwortlichen für das Projekt sich noch einmal mit der Frage der Pflanzenart kritisch beschäftigen und gegebenenfalls Alternativen aufzeigen. Mit anderen Worten: Die bereits von der Lenkungsgruppe des Vorhabens ausgesuchte Portugiesische Lorbeerkirsche steht wieder zur Disposition. Ein Bericht unserer Zeitung über die Giftigkeit der Blätter und Samen hatte in den politischen Gremien, aber auch bei Fachleuten sowie in der breiten Öffentlichkeit für Kritik und heftige Diskussionen gesorgt.

Nach der grundsätzlichen Zustimmung der Stadtverordneten zum gesetzlich vorgeschriebenen öffentlich-rechtlichen Vertrag und der Satzung steht nun fest: In Elmshorn wird als einzige Stadt in Schleswig-Holstein bereits ein drittes Projekt nach dem Pact-Gesetz ermöglicht. Pact steht für die Einrichtung einer Partnerschaft zur Attraktivierung von City-, Dienstleistungs- und Tourismusbereichen.

Für den Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje (parteilos) wie auch die Fraktionsvorsitzenden aller im Rathaus vertretenen Parteien ist die Begrünung der Königstraße unstrittig eine gute Sache. Sie alle loben das Engagement der Beteiligten und der Grundeigentümer, die für die Anschaffung der Pflanzen und fünf Jahre Pflege knapp 173 000 Euro aufbringen wollen. Dennoch wünschen sie, dass nur vom Bundesumweltministerium als unbedenklich angesehene Pflanzenarten ausgewählt werden.

Um das ganze Projekt durch die Debatte über die Lorbeerkirsche nicht zu gefährden, ist der Bürgermeister selbst auch aktiv geworden. Er hat sich mit Professor Hans-Dieter Warda telefonisch in Verbindung gesetzt. Der international angesehene Pflanzenexperte vom Arboretum in Ellerhoop hat seine Hilfe bei der Auswahl einer geeigneten Pflanze angeboten. Diese Nachricht ist mit Freude von den Politikern aufgenommen worden.

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erstellt am 10.Mai.2014 | 16:00 Uhr

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