Gestatten: Team Integration

Das Team Integration mit Stadtrat Dirk Moritz und Sozialamtsleiter Ralf Behn (zweiter und dritter von links): Lutz Schütte (von links), Maren Link und Larissa Redecker.
Das Team Integration mit Stadtrat Dirk Moritz und Sozialamtsleiter Ralf Behn (zweiter und dritter von links): Lutz Schütte (von links), Maren Link und Larissa Redecker.

verwaltung Damit Flüchtlinge und Migranten Teil der Gesellschaft werden, gibt es ein neues Sachgebiet

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30. März 2017, 16:00 Uhr

Die Zahl der Flüchtlinge, die der Stadt Elmshorn zugeteilt wird, hat stark abgenommen. Kamen 2015 noch 545 Neuankömmlinge, erwartet Stadtrat Dirk Moritz für 2017 nur 100 neu zugeteilte Flüchtlinge. Dennoch: Für die Stadt ist die Arbeit nicht weniger geworden. Das liegt nicht nur am intensiven Familiennachzug – die Stadt rechnet mittlerweile mit drei nachgeholten Familienmitgliedern pro zugewiesenem Flüchtling – sondern vor allem an der Integration selbst. „Diese Aufgabe ist deutlich komplexer als die Zuweisung von Wohnungen“, erklärt Moritz.

Aus diesem Grund wurde bei der Aufteilung des Amtes für Bürgerbelange in das Ordnungsamt und das Sozialamt auch gleich ein Sachgebiet mit dem Titel „Integration und Wohngeld“ in das Amt für Soziales integriert. Die Leitung hat seit September 2016 Maren Link. Jetzt ist auch die Stelle der Integrationskoordinatorin mit Larissa Redecker besetzt. Die junge Frau übernimmt damit die Aufgaben der ehemaligen Koordinatorin Allegra Tekleab, die die Stadtverwaltung vor einem Jahr verlassen hat. Ihre Aufgabe ist es, die haupt- und ehrenamtliche Integrationsarbeit in Elmshorn zu koordinieren. Redecker: „Mein Ziel ist es, dass Flüchtlinge und Migranten in Elmshorn gleichberechtigt und selbstständig am Leben in der Stadt teilhaben können.“

Eins ihrer Hauptthemen ist momentan die Förderung von Sprachkursen. „Wir haben von den Anbietern der Sprachkurse zurückgemeldet bekommen, dass die Fördermittel von Land und Bund nicht mehr ausreichen. Deshalb nutzen wir die Integrations- und Förderpauschale, die uns das Land für jeden zugeteilten Flüchtling auszahlt, um die Sprachkurse über das bisherige Maß hinaus zu fördern und das Angebot auszubauen.“ Dabei geht es insbesondere um sogenannte „STAFF-Kurse“ für Menschen, die noch nicht als Flüchtling anerkannt sind oder schlechte Bleibeperspektiven haben. „Diese Menschen werden dennoch einige Jahre hier leben. Deshalb wollen wir sie unterstützen“, sagt Stadtrat Moritz. Das selbe gelte für Migranten, die länger in Elmshorn leben, aber Verständigungsprobleme haben.

Das Integrations-Team wird ab April durch Lutz Schütte vervollständigt. Seine Aufgabe ist es, Ehrenamtler und Organisationen bei der Integrationsarbeit zu unterstützen. Gleichzeitig möchte er neue Gruppen an die Arbeit heranführen, wie zum Beispiel jüngere Menschen. „Der erste Hype ist verflogen, trotzdem brauchen wir engagierte Menschen, damit Integration erfolgreich sein kann.“

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